Medienberichterstattung

„Verfolgt im Iran: Friedlich und vogelfrei“

Kamalabadi wird nach knapp zehn Jahren ungerechter Haft Ende Oktober freigelassen. Hier wird sie von Familienangehörigen vor dem Evin-Gefängnis in Empfang genommen.

Henryk M. Broder („www.achgut.com„) schreibt in der Sonntagsausgabe der österreichischen Zeitung Die Presse über die Gärten der Bahá’í an ihrem Weltzentrum in Haifa (Israel) – „größer als Sanssouci, schöner als Schönbrunn“ – und ihre Verfolgungslage im Iran.

Im heutigen Iran leben noch etwa 300.000 Bahai – unter Bedingungen, die man am besten mit der Lage der Juden im Nazi-Deutschland vergleichen kann. Seit der „Revolution“ im Jahre 1979 wurden zahllose Bahai festgenommen, gefoltert und getötet, sie sind der Willkür der Behörden ausgesetzt und faktisch vogelfrei.

Die Welt schaut ihrem Schicksal ungerührt zu. Selbst schuld. Denn die Bahai haben keinen eigenen Staat, keine Armee, sie entführen keine Flugzeuge, nehmen keine Geiseln und sprengen sich nicht in die Luft. Selbst schuld, wenn sie nicht ernst genommen werden.