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„Für Menschenrechte im Iran“

Kamalabadi wird nach knapp zehn Jahren ungerechter Haft Ende Oktober freigelassen. Hier wird sie von Familienangehörigen vor dem Evin-Gefängnis in Empfang genommen.

Die Webseite der Bahá’í-Gemeinde Deutschland berichtet über den gestrigen „Global Day of Action“, der unter anderem auch in Berlin mit friedvollen und kreativen Aktionen auf die Menschenrechtslage im Iran hingewiesen hat.

„Für Menschenrechte im Iran“, „Yarán, we think of you!“ oder „We are with you, Iranians“ – diese auf Deutsch und Englisch geschriebenen Worte sollen um die Welt gehen. Insbesondere im Iran sollen sie gelesen werden. So werden an diesem Samstagnachmittag auf dem Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor, da, wo ansonsten sich Touristengruppen, Kleinkünstler und Passanten aufhalten, ein Meter hohe, aus Styropor geschnittene Buchstaben still in die Kameras gehalten…

Die überaus harten Haftbedingungen der Yarán im Teheraner Evin-Gefängnis und ihr bislang den internationalen Standards widersprechender Prozess waren denn auch Motivation, auf dem Pariser Platz eine drei mal zwei Meter kleine Zelle nachzubilden. Dies entspricht exakt der Fläche, auf der die beiden weiblichen Mitglieder der Yarán, Fariba Kamalabadi und Mahvash Sabet, seit über zwei Jahren ohne Tageslicht und unter äußerst schlechten Bedigungen inhaftiert sind. Die Internationale Bahá’í-Gemeinde fordert daher die sofortige Freilassung der Bahá’í, wenigstens eine Freilassung gegen Kaution bis zum Ende des Prozesses.

Bilder der Veranstaltung sind hier zu sehen.