News

Bahá’í in Düsseldorf hielten Mahnwache

Kamalabadi wird nach knapp zehn Jahren ungerechter Haft Ende Oktober freigelassen. Hier wird sie von Familienangehörigen vor dem Evin-Gefängnis in Empfang genommen.
Düsseldorf

"Wir haben die Bahá’í-Gemeinde im Iran nicht vergessen, auch alle anderen Verletzungen von Menschenrechten und weiterhin Ungerechtigkeit in der Welt nicht", so die Bahá'í-Gemeinde Düsseldorf.

Am vergangenen Samstag hielten Bahá’í aus Düsseldorf eine Mahnwache zur Lage ihrer Glaubensbrüder und -schwestern im Iran ab. Sie appellierten an die iranische Regierung, gegen die sieben ehemaligen Führungsmitglieder der iranischen Bahá’í-Gemeinde, die Yárán, entweder ein Gerichtsverfahren auf dem Niveau der freiwillig eingegangenen internationalen Menschenrechtsverpflichtungen oder deren sofortige Freilassung einzuleiten. Die sieben Bahá’í waren Anfang August nach einem unfairen Verfahren erst zu einer zwanzigjährigen, schließlich zu einer zehnjährigen Haftstrafe verurteilt worden, obgleich sie die gegen sie vorgebrachten Anklagepunkte strikt zurückwiesen und auch ihre Anwältin, Shirin Ebadi, die die Anklage einsehen konnte, keinerlei Schuld feststellen konnte.