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Bahai gelten im Iran als Staatsfeinde

Kamalabadi wird nach knapp zehn Jahren ungerechter Haft Ende Oktober freigelassen. Hier wird sie von Familienangehörigen vor dem Evin-Gefängnis in Empfang genommen.

Prof. Ingo Hofmann, Sprecher für Menschenrechtsfragen der Bahá’í-Gemeinde Deutschland, schreibt im „Tagesspiegel“ aus Berlin:

Dem Iran ist offenbar wieder an einer Aufbesserung seines Ansehens in Sachen Menschenrechte gelegen. Im April erlitt er bei dem Versuch, für den Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen zu kandidieren, nach einer Welle internationalen Protests Schiffbruch. Der Besuch des Unterausschusses für Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik des Deutschen Bundestages in der vorletzten Woche kam ihm dabei sehr gelegen. Mitglieder der Delegation haben laut iranischem Staatsradio IRIB und in deutschen Medien die „friedliche Koexistenz“ unter den Anhängern verschiedener Religionen in der Islamischen Republik als „beispiellos“ bezeichnet. Manches sei eben anders, als es bei uns im Westen ankomme. Beispiellos ist im Iran mit Sicherheit das Schicksal der größten nicht-islamischen religiösen Minderheit des Landes, der Anhänger der Bahai-Religion mit über 300 000 Gläubigen.

Den gesamten Gastkommentar können Sie hier lesen.