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Frauen im Iran – eine ungewöhnliche Emanzipation

Der Aachener Bundestagstagsabgeordnete Rudolf Henke (CDU) zeigt seine Unterstützung für den im Iran inhaftierten Behrouz Tavakkoli.

Vortrag von Dr. Hale Enayati und Parisa Kakaee mit anschließender Diskussion:

Alex-Treff, Rosa-Luxemburg-Str. 18, 10178 Berlin
Mittwoch, 11. Mai 2011
Einlass um 18.30 Uhr
Beginn um 19.00 mit anschließendem Imbiss

Zum 101. Mal wurde am 8. März 2011 der Weltfrauentag begangen. Rückblickend ist festzustellen, dass sich die Stellung der Frauen nach und nach verbessert hat. Aber das Ziel der Gleichstellung ist selbst in den Demokratien noch nicht erreicht und in vielen anderen Regionen, so z.B. im Iran, sind Frauen immer noch Menschen zweiter Klasse.

Trotz der vielen Einschränkungen verfügen iranische Frauen über ein starkes Selbstbewusstsein, das sie z.B. nicht nur dahin geführt hat, zwei Drittel der Studierenden zu
stellen, sondern auch eine beeindruckende Frauenbewegung in Gang zu setzen.

Dr. Hale Enayati beleuchtet in ihrem Vortrag die jetzige Situation der Frauen und Aktionen, die innerhalb und außerhalb Irans für ihre Gleichberechtigung unternommen werden. Parisa Kakaee, die untertauchen und fliehen musste und nach einer monatelangen Odyssee in einer Gruppe von 50 Iranerinnen und Iranern von der Bundesregierung aufgenommen wurde, berichtet über ihre Arbeit im Iran.

Dr. jur. Hale Enayati, 34, verheiratet, drei Kinder, ist Rechtsanwältin mit Abschlüssen in Deutschland und Österreich. Weitergehende Studien unternahm sie in den USA in den Bereichen Völkerrecht und Vereinte Nationen. An der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg promovierte sie zum Thema „Die Garantie der individuellen Religionsfreiheit im Völkerrecht unter besonderer Berücksichtigung der Stellung der Bahá’í“. Heute lebt sie in Hofheim am Taunus.

Parisa Kakaee, Frauenrechts- und Menschenrechtsaktivistin, engagierte sich bei der Menschenrechtsorganisation Committee of Human Rights Reporters (CHHR) und ist für die Frauenrechts-Kampagne „One Million Signatures for the Repeal of Discriminatory Laws in Iran“ tätig. In mehr als 40 Artikeln hat sie zum Thema der Frauen- und Kinderrechte Stellung genommen. Am 1. Januar 2010 wurde sie für 48 Tage im berüchtigten Teheraner Evin-Gefängnis inhaftiert und aufgrund ihrer Tätigkeit für die CHHR zu sechs Jahren Haft verurteilt. Mittlerweile lebt die studierte Psychologin in Berlin, wo sie an der Freien Universität ein Aufbaustudium absolviert.