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NGO-Plattform fordert von der EU verstärkte Anstrengungen für Religionsfreiheit

Sarah Vader, Foto: BIC

Der Europäische Auswärtige Dienst der EU-Außenbeauftragten, Lady Catherine Ashton, sollte ein eigenes Referat zum Recht auf Religions- und Glaubensfreiheit einrichten. Dies empfahl Sarah Vader im Namen der Europäischen Plattform gegen religiöse Intoleranz und Diskriminierung (EPRID) während einer Expertenanhörung des Europäischen Parlaments am Donnerstag in Brüssel.

Auch der UN-Sonderberichterstatter für Religions- und Glaubensfreiheit, der deutsche Professor am Lehrstuhl für Menschenrechtspolitik der Universität Nürnberg, Heiner Bielefeldt, verlangte von den Staaten eine aktivere Rolle bei der Verteidigung der Rechte religiöser Minderheiten. Es drohe die Gefahr, dass Religions- und Glaubensfreiheit umdefiniert und nur noch für bestimmte Gruppen angewandt würden, sagte er nach Angaben der Katholischen Presseagentur Österreichs.

Um glaubwürdig zu sein, sollten die EU-Staaten, die noch Gesetze gegen Gotteslästerung hätten, diese überdenken. Bielefeldt bezog sich dabei auf Kritik der EU am pakistanischen Blasphemiegesetz.

Mit Blick auf die Lage der Christen im Nahen Osten sagte Bielefeldt, es gebe gute Gründe, sich Sorgen zu machen… Das Thema Religionsfreiheit dürfe aber nicht auf die Verfolgung von Christen reduziert werden.

Sarah Vader vertritt die Internationale Bahá’í-Gemeinde in Brüssel, die mit den Organisationen Association Internationale pour la Défense de la Liberté Religieuse, Christian Solidarity Worldwide, European Evangelical Alliance, Human Rights Without Frontiers, Open Doors International sowie Que Me: Action for Democracy in Vietnam in der im September 2006 gegründete Plattform zusammenarbeitet.