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Pew-Forschungszentrum stellt zunehmende Verweigerung des Rechts auf Religionsfreiheit fest

Kamalabadi wird nach knapp zehn Jahren ungerechter Haft Ende Oktober freigelassen. Hier wird sie von Familienangehörigen vor dem Evin-Gefängnis in Empfang genommen.

Pater John Flynn berichtet für die katholische Nachrichtenagentur Zenit über den jüngsten Bericht zum Stand der Religionsfreiheit des „Pew Research Center’s Forum on Religion and Public Life“. Das Pew-Forschungszentrum hat seinen Sitz in Washington D.C. und ermittelt Trends unter anderem im Bereich der Religions- und Weltanschauungsfreiheit. Demnach hätten im Zeitraum von Mitte 2006 bis Mitte 2009 in 23 Ländern die Einschränkungen der Religionsfreiheit zugenommen. Ein Rückgang sei in 12 Ländern verzeichnet worden und in den restlichen Länden habe es geringe Veränderungen gegeben, zitiert Zenit den Bericht. In der Studie wird auch ein „scheinbar weltweiter Trend zu einer Polarisierung hinsichtlich der Religionsausübung“  festgestellt. Die meisten der Länder, in denen 2006 die staatlichen Restriktionen hinsichtlich der Religionsausübung als hoch bewertet worden seien, seien 2009  bei religiös begründeten Einschränkungen oder Feindseligkeit noch höher bewertet worden, so Zenit.

Insgesamt habe es bis Mitte 2009 in 101 Ländern Gewalttaten gegen religiöse Gruppen oder Einzelpersonen gegeben. Die Gewalt reichte von Körperverletzungen und Verhaftungen bis zur Beschädigung von Eigentum. Im Vergleich zu 2008 seien zehn Ländern mehr betroffen gewesen.

Im Jahr 2009 seien in 142 Ländern feindliche Übergriffe von einzelnen Personen oder Gruppierungen verzeichnet worden, ebenso viel wie im Jahr zuvor. Aber die Zahl der Länder, in denen es zu Massenausschreitungen gekommen war, habe mit 38 Ländern 2008 und 52 Ländern 2009 stark zugenommen.

Der Bericht des Pew-Forschungsinstituts kann hier eingesehen werden.