Stellungnahmen

Knobloch fordert Ende der staatlichen Verfolgung der Bahá’í in Iran

Mahvash Sabet wird am 18. September 2017 nach neuneinhalb Jahren ungerechter Haft aus dem Gefängnis entlassen.

Präsidentin Dr. h.c. Charlotte Knobloch, Foto: ikg-m.de

Zu den Urteilen gegen sieben Mitglieder der Religionsgemeinschaft der Bahá’í im Iran zu mehrjährigen Gefängnisstrafen nahm die ehemalige Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland und derzeitige Vizepräsidentin des Jüdischen Weltkongresses sowie Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Dr. h.c. Charlotte Knobloch, gestern in einer Presseaussendung wie folgt Stellung:

„Mit Entsetzen und Sorge habe ich die Nachricht vernommen, dass sieben Vertreter der Bahá’í zu Haftstrafen zwischen vier und fünf Jahren verurteilt wurden. Seit Jahren missachtet die iranische Regierung vor den Augen der Welt das Grundrecht der Menschen auf Religionsfreiheit.“

„Der Iran hat sich völkerrechtlich verpflichtet, Religionsfreiheit zu gewährleisten. Wir dürfen uns nicht länger von Ahmadinedschad und Co. verhöhnen lassen!“

„Ich appelliere an die internationale Staatengemeinschaft, den Iran endlich in die Pflicht zu nehmen“

„Wir müssen uns für das selbstverständliche Recht der angeklagten Bahá’í auf einen transparenten Prozess nach rechtsstaatlichen Prinzipien einsetzen.“