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„Wir sind als Volk sehr enttäuscht“

Die aus dem Iran stammende evangelikale Pastorin Mahin Mousapour gibt dem Deutschlandradio Kultur ein Interview über die Situation der „neuen“, konvertierten Christen in Iran. Sie zeigt sich insbesondere besorgt über die geplante Hinrichtung des Hauskirchen-Pastors Youcef Nadarkhani. „Man wisse nicht, ob Nadarkhani überhaupt noch lebt“, sagt sie. Frau Mousapour berichtet darüber, wie sich die „neuen“ Christen – im Unterschied zu den autochthonen christlichen Konfessionen – organisieren. Im Mittelpunkt steht die persönliche Glaubensüberzeugung, weniger die organisierte Form in bestimmten Denominationen.

… im Grunde genommen ist es ein neues Christentum. Es ist sehr stark betont auf einer Beziehung zwischen Mensch und Sohn, also Vater und Kind, durch Jesus Christus. Das kann man schon im Iran ausüben. Weil, man kann nicht in einer Untergrundgemeinde einen Katechismus belehren oder eine Denomination sehr stark betonen. Man sucht einfach Ruhe und Frieden und das wird stattfinden, wo man Gott als Vater und sich als Kind sieht. Durch Jesus Christus, diese Liebe, dieses „du muss den anderen vergeben“ bekommt man auch einen Frieden. Weil, zurzeit sind die Iraner sehr wütend auf sich selbst, auf die Regierung, auf alle. …

Ja, wir sind wirklich als Volk sehr enttäuscht, weil wir wollen, dass die iranische Regierung die Minderheiten in Ruhe lässt. Die Bahai-Anhänger oder die Menschen, die einen anderen Glauben haben oder ein anderes Denken, dass sie ihre Meinung haben. Aber jede Minderheit, auch die sunnitische Minderheit, die sind auch ein Zweig vom Islam, sie sind auch unterdrückt im Iran. Und der Iran unterdrückt jede kleine Gruppe.

Das gesamte Interview kann hier nachgehört werden:

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