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Bahá’í dokumentieren über hundert Fälle von Straflosigkeit

Kamalabadi wird nach knapp zehn Jahren ungerechter Haft Ende Oktober freigelassen. Hier wird sie von Familienangehörigen vor dem Evin-Gefängnis in Empfang genommen.

Violence_with_Impunity_cover_final_130220-mediumEin neuer Sonderbericht der Internationalen Bahá’í-Gemeinde wird am kommenden Mittwoch, 6. März 2013, in Genf veröffentlicht. Der 48-seitige Bericht dokumentiert die zunehmende Gewaltwelle gegen die iranische Bahá’í-Gemeinde sowie das Ausmaß der Straffreiheit, das die Täter im Iran genießen.

Während 2005 und 2012 konnte die Internationale Bahá’í-Gemeinde 52 Fälle belegen, in denen Bahá’í in Untersuchungshaft gefoltert oder in Isolationshaft gehalten wurden. 52 weitere Fälle, in denen Bahá’í – teils von Beamten und teilweise von Männern in Zivil und Unbekannten – körperlich angegriffen wurden, sind ebenso belegt wie weitere 49 Fälle von Brandstiftungen gegen Häuser und Geschäften von Bahá’í. Der Bericht dokumentiert auch 30 Fälle von Vandalismus und mindestens 42 Fälle von Friedhofsschändungen.

In keinem einzigen der Fälle wurden die Angreifer – ob Regierungsbeamte oder Männer in Zivil oder andere nicht identifizierte Personen – für ihre Verbrechen strafrechtlich verfolgt.

Ein Videotrailer in englischer Sprache informiert bereits jetzt über den Bericht:

[youtube]http://youtu.be/cGVuIh7sb4A[/youtube]