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Gesellschaft für bedrohte Völker erinnert an die Yarán

Kamalabadi wird nach knapp zehn Jahren ungerechter Haft Ende Oktober freigelassen. Hier wird sie von Familienangehörigen vor dem Evin-Gefängnis in Empfang genommen.

Göttingen/Iran: Die „Gesellschaft für bedrohte Völker“ (GfbV) erinnert in einer Pressemitteilung an den 6. Jahrestag der Inhaftierung des inoffiziellen Führungsgremiums der Bahá’í im Iran. 

Die GfbV nimmt das Gedenken an die am 14. Mai 2008 festgenommenen sog. Yarán (persisch: Freunde)  zum Anlass, auch  davor zu warnen, “ … vor der stetigen Verschlechterung der Menschenrechtslage im Iran die Augen zu verschließen.“

„Während Europa und die USA sich auf das Atomprogramm der Regierung in Teheran konzentrieren, wird schweren Menschenrechtsverletzungen wie der Verfolgung Andersgläubiger in dem mehrheitlich muslimischen Land kaum Beachtung geschenkt“

Bezug nehmend auf das Versprechen Hassan Rohanis vor seiner Wahl im Juni 2013 für mehr „Freiheit und Rechtsstaatlichkeit“ zu sorgen, weißt die GfbV u.a. auf die immer wieder berichteten menschenunwürdigen Haftbedingungen im Tehraner Evin-Gefängnis hin, im dem ursprünglich auch alle sieben Yarán festgehalten wurden. Derzeit befinden sich nur noch die beiden Frauen Fariba Kamalabadi und Mahvash Sabet im Evin-Gefängnis. Die fünf Männer Jamaloddin Khanjani, Afif Naeimi, Saeid Rezaie, Behrouz Tavakkoli und Vahid Tizfahm wurden später in das Gohardasht-Gefängnis in Karaj nordwestlich von Teheran verlegt, berichtet die GfbV.