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#EducationIsNotACrime erfährt weltweit Untersützung

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Mit der weltweiten Kampagne „Education is not a Crime“ setzen Unterstützer der iranischen Bahá’í-Gemeinde aus aller Welt ein Zeichen, indem sie sich öffentlich für das Recht auf Bildung für die Bahá’í im Iran einsetzen. Auch Persönlichkeiten aus Deutschland melden sich zu Wort.

Die Kampagne wurde im November 2014 von Maziar Bahari, einem iranisch-kanadischen Journalisten und Filmemacher, der 2009 selbst im Iran in Haft war, ins Leben gerufen und stützt sich auf seinen Film To light a Candle. Der Dokumentarfilm handelt von der Verfolgungsgeschichte der Baha‘i im Iran und der Errichtung des Baha’i Institute for Higher Education (BIHE).

Seit der Islamischen Revolution 1979 werden die Bahá‘í im Iran systematisch aus den Universitäten verdrängt, sei es als Studierende oder als Lehrende. 1987 gründete die iranische Bahá’í-Gemeinde daraufhin das BIHE um jungen Bahá’í im Iran Bildung zu ermöglichen, die durch offizielle Regierungspolitik ihres Landes den Zugang zu höherer Bildung verwehrt bekommen. Aber auch das BIHE, dessen Mitarbeiter und Studenten, war immer wieder den Repressionen der iranischen Regierung ausgesetzt, bis es zuletzt im Sommer 2011 für illegal erklärt wurde. Heute befinden sich 13 Mitarbeiter des BIHE in Haft. Durch eindrucksvolle Interviews, exklusives Geheimmaterial von Journalisten, seltenes Archivmaterial und Briefen von derzeit im Iran inhaftierten Baha‘i zeigt der Dokumentationsfilm To light a Candle wie eine kleine Minderheit der systematischen Verfolgung durch gewaltlosen Widerstand die Stirn bietet und ihre Jugend bildet.

Vor diesem Hintergrund ist im Rahmen der Kampagne Education is not a Crime jeder aufgerufen, sich unter dem Hash-Tag #EducationIsNotACrime für das Recht auf Bildung und die Aufhebung der Hochschulsperre für junge Bahá‘í im Iran einzusetzen.

Stimmen aus Deutschland

Zum weltweiten Aktionstag am 27. Februar melden sich auch Persönlichkeiten aus Deutschland zu Wort. Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages Abgeordnete Claudia Roth, die Mitglieder des Bundestages Erika Steinbach, Omid Nouripour und Karamba Diaby beteiligen sich an der Aktion. Auch Filmproduzentin Minu Barati, Exilpolitiker Mehran Barati und Menschenrechtsaktivistin Maede Soltani drücken auf der deutschsprachigen Webseite der Kampagne ihre Unterstützung für die Bahá‘í im Iran aus.

Die Aktion Education is not a Crime hat die Unterstützung von zahlreichen prominenten Persönlichkeiten weltweit erfahren. Zu ihnen gehören Nobelpreisträger – Frau Mairead Maguire, Dr. Shirin Ebadi, Frau Tawakkol Karman, Frau Jody Williams und Erzbischof Desmond Tutu. Herr Mohsen Makhmalbaf, ein iranischer Filmemacher, Dr. Mohammad Maleki, ehemaliger Präsident der Universität von Teheran sowie Frau Azar Nafisi, eine iranische Autorin und Professorin, haben ebenfalls ihre Unterstützung zum Ausdruck gebracht.

Weiterführende Links:

Deute Webseite der globalen Kampagne Education is not a crimehttp://educationisnotacrime.de/

Webseite der globalen Kampagne Education is not a crimehttp://educationisnotacrime.me/

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Twitter: @eduisnotacrime