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DAS DOKUMENT DES OBERSTEN REVOLUTIONS-KULTURRATES DES IRAN (ISRRC)

Das so genannte Golpaygani-Memorandum vom 25. Februar 1991 formuliert die iranische Staatsdoktrin im Umgang mit den Bahá’í, die eine stille Strangulierung der Bahá’í-Gemeinde zum Ziel hat. Die Maßnahmen schreiben im Wesentlichen vor, dass Bahá’í als Analphabeten und ungebildet gehalten werden sollten, auf niedrigstem Existenzniveau lebend und stets voller Angst, dass ihnen schon bei der geringsten Übertretung Inhaftierung oder auch Schlimmeres droht.

Das Memorandum wurde auf Antrag des Obersten Führers der Islamischen Republik Iran, Ayatollah Ali Khamenei, und dem damaligen Präsidenten des Irans, Ayatollah Ali Akbar Hashemi Rafsanjani, durch den Obersten Iranischen Revolutions-Kulturrat (ISRCC) formuliert.  Als “vertrauliches” Dokument wurde es von Hujjatu’l Islam Seyyed Mohammad Golpaygani, dem Sekretär des Rates, unterzeichnet und von Ayatollah Khamenei durch eigene Unterschrift gebilligt. Sein Hauptanliegen ist die Forderung, mit den Bahá’í im Iran in einer Art und Weise umzugehen, „dass deren Fortschritt und Entwicklung behindert werden.“

Die iranische Regierung hat die Existenz dieses Memorandums stets verneint. Im Jahr 2006 gelangte jedoch ein Schreiben des Sicherheitsbüros des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Technologie ans Licht der Öffentlichkeit, das die 81 Universitäten des Landes anwies, alle Bahá’í zu exmatrikulieren, sofern sie als solche bekannt würden. Explizit verwies darin der Generaldirektor des Ministeriums, Asghar Zarei, auf das Memorandum aus dem Jahr 1991, womit die Existenz durch die Regierung selbst bestätigt wurde.

Lesen Sie hier das vollständige Memorandum im persischen Original und in englischer Übersetzung:

Golpaygani Memorandum (pers.)

Golpaygani Memorandum (engl.)

Das Schreiben des Sicherheitsbüros des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Technologie lesen Sie bitte hier:

Schreiben des Ministeriums an die Universitäten aus dem Jahr 2006 (pers.)

Schreiben des Ministeriums an die Universitäten aus dem Jahr 2006 (engl.)