Chronologie

2012

Juli

  • Nach den Feierlichkeiten anlässlich eines Bahá’í-Feiertages werden einige Geschäftsinhaber aus Semnan, Aligoudarz, Isfahan und Mashhad zum Amt für Öffentliche Ordnung vorgeladen. Die Beamtem bemängeln die Schließung der Geschäfte anlässlich des Bahá’í-Feiertages und behaupten, dies gleiche einer Werbung für den Glauben. In der Folge werden einige Geschäfte in Semnan geschlossen.
  • Die Mutter eines anderthalb Monate alten Säuglings tritt ihre Haftstrafe an.

Juni

  • Der im Besitz eines Bahá’í befindliche Betrieb zur Herstellung von Aluminiumtüren und -Fenstern wird versiegelt, der Eigentümer inhaftiert.

Mai

  • Zwei im Besitz von Bahá’í befindliche Fabriken werden von der Behörde geschlossen.
  • Zwei junge Bahá’í werden zusammen mit 38 anderen Frauen, von denen die meisten drogenabhängig sind, in einer Abteilung des Semnaner Gefängnisses inhaftiert.
  • Ein Bahá’í wird zu sechseinhalb Jahren Haft verurteilt. Weitere sechs Monate, zu denen er schon vorher verurteilt wurde, werden zu der neuen Haftstrafe hinzugerechnet. Ein weiterer Bahá’í wird zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt.
  • Ein Bahá’í erhält die Aufforderung, seine Haftstrafe anzutreten.
  • Die Versuche einer Bahá’í, Hafturlaub für ihren kranken Mann zu erwirken, schlagen fehl. Die Frau selbst wurde zu vier Jahren und vier Monaten Haft verurteilt. Das Paar hat eine siebenjährige Tochter und einen zweijährigen Sohn. Wenn beide Elternteile dazu gezwungen werden, ihre Haftstrafe zeitgleich zu verbüßen, verbleiben die Kinder ohne elterliche Aufsicht.

April

  • Zwei Bahá’í stehen vor Gericht.
  • Geschäft eines Bahá’í wird versiegelt.
  • Ein Bahá’í wird zu drei Jahren Haft verurteilt.
  • Ein Bahá’í verbringt einen Tag in Untersuchungshaft, dann wird er gegen die Auflage freigelassen, die Stadt innerhalb von 15 Tagen zu verlassen.
  • Ein Bahá’í wird verhört.
  • Zwei Bahá’í werden freigelassen, ein Bahá’í erneut festgenommen.

2011

Dezember

  • Ein Bahá’í wird zu einem Jahr Haft verurteilt, seine Geschäftslizenz für fünf Jahre beschlagnahmt.
  • Zwei Bahá’í werden verhört.
  • Ein Bahá’í wird zu sieben Jahren Haft verurteilt.
  • Geschäfte von mindestens 12 Bahá’í werden geschlossen.

November

  • Ein Bahá’í wird zu einem Jahr Haft verurteilt.
  • Ein Bahá’í verbüßt Haftstrafe.
  • Vier Bahá’í werden im Evin Gefängnis in Teheran inhaftiert, weit von Heimatstadt entfernt.

Oktober

  • Zwei Bahá’í werden zu eineinhalb Haft und drei Jahren Exil von Semnan bzw. zu sechs Jahren Haft verurteilt.
  • Die Haftstrafen für zwei Bahá’í werden bestätigt.

September

  • Drei Bahá’í werden verhört.

2009

Oktober

  • Drei Bahá’í-Studenten werden aus der Semnaner Universität zwangsexmatrikuliert.

September

  • Eine Bahá’í-Andacht anlässlich einer Beisetzung wird gestört. Der Mob ruft Beleidigungen und Drohungen.
  • Ein Mob versammelt sich vor dem Semnaner Rathaus und dem Büro des Bürgermeisters und ruft: „Tod den Bahai!“

August

  • Ein Großteil des Bahá’í-Friedhofes wird zerstört. Die Täter blockieren die Tür zum Friedhofsgebäude mit Erde.

Juni

  • Ein Geschäft wird in Brand gesetzt.

Mai

  • Eine Bahá’í-Familie kann ihr verstorbenes Familienmitglied nur unter großen Schwierigkeiten beerdigen.
  • Das Haus eines Bahá’í wird angegriffen.

April

  • Drei Bahá’í werden festgenommen.
  • Ein Bahá’í wird zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt.
  • Zwei Autos von Bahá’í werden demoliert.

März

  • Das Auto eines Bahá’í wird mit Anti-Bahá’í-Graffiti beschmiert. Sein Laden wird später mit Steinen beworfen, eine tote Katze wird an seine Ladentür gehängt. Der gleiche Laden wird von Rowdies, die auf Motorrädern kommen, in Brand gesetzt.
  • Ein Bahá’í wird verhaftet.
  • Die Geschäftslizenz eines Bahá’í wird ohne Angabe von Gründen eingezogen. Auf Nachfrage, warum die Lizenz für ungültig erklärt wurde, erklären die Beamten, sie hätten „Order von höherer Stelle“.
  • Überfall auf ein Geschäft.
  • Eine Studentin der Wirtschaftswissenschaften im ersten Semester wird aus der Semnaner Universität zwangsexmatrikuliert.
  • Anti-Bahá’í-Graffiti erscheinen auf Wänden und Wohnungstüren von mindestens neun Bahá’í in Semnan.
  • Ein Geschäft wird versiegelt.

Februar

  • Ein Mehrfamilienhaus, in dem mehrere Bahá’í-Familien leben, wird von Brandstiftern angegriffen. Das gleiche Gebäude wird drei Wochen später nochmals attackiert.
  • Zwei im Besitz von Bahá’í befindliche Häuser werden von Brandstiftern angegriffen.
  • Der Bahá’í-Friedhof wird entweiht. Fünfzig Grabsteine werden dabei zerstört und Leichenhalle in Brand gesetzt.
  • Es erfolgen Razzien in zwanzig Häusern von Bahá’í. Ein Bahá’í wird angeklagt, Mitglied eines illegalen Bahá’í-Verwaltungsgremiums zu sein.
  • Bei einem Anti-Bahá’í-Seminar wird den Teilnehmern erzählt, dass die “Bahá’í-Sekte” den Islam und seine Feiertage verabscheue.
  • Wortführer beim Freitagsgebet bezeichnen den “Bahaismus” als Produkt des Zionismus, geschaffen, um den Islam zu bekämpfen.

Januar

  • Die Berufungen von zwei Bahá’í werden vor Gericht abgelehnt.
  • Anfang 2009 beschließt die Industrie- und Handelskammer Semnan zusammen mit 39 weiteren Gewerkschaften, keine Geschäftslizenzen und –genehmigungen mehr an Bahá’í auszugeben und die bestehenden Lizenzen nicht mehr zu erneuern.

2008

Dezember

  • Es finden Razzien in Häusern von 20 Bahá’í in Semnan statt. Bahá’í-Materialien, Computer und Mobiltelefone werden konfisziert. Neun Bahá’í werden aufgrund falscher oder illegaler Anklagen verhaftet.
  • Ein Bahá’í-Student wird aus dem Fazilat Institut zwangsexmatrikuliert.

November

  • Mindestens zwei Anti-Bahá’í-Kundgebungen finden zum Monatswechsel statt. Eine soll die unterstellte Verbindung zwischen der Bahá’í-Religion und dem Zionismus aufdecken. Die Kundgebungen beginnen mit zwei kurzen Videos über die „Bahá’í-Sekte“.

August

  • Ein Bahá’í-Student wird drei Wochen vor seinem Studienabschluss aus der Universität Semnan ausgeschlossen.

2007

Dezember

  • Vier Bahá’í werden angeklagt und zu Geldstrafen verurteilt.

August

  • Die Polizei weist Werbeagenturen an, nicht mit Bahá’í zu kooperieren, damit die von ihnen angebotenen Waren und Dienstleistungen nicht beworben werden. Die Versuche der Bahá’í, ihr Recht auf Zusammenarbeit mit den Agenturen wiederzuerlangen, scheitern.
  • Das Berufungsgericht bestätigt die Geldstrafen gegen drei Bahá’í aus Semnan.

Juli

  • Ein Bahá’í wird zum Verhör vorgeladen.

2006

September

  • Das Berufungsverfahren von acht Bahá’í wird abgewiesen.

April

  • Ein Bahá’í wird zu sechs Monaten Haft verurteilt.

2005

Mai

  • Acht Bahá’í werden festgenommen.