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„Leben unter Repression“

Hochrangige Muslime, Regierungsvertreter und Parlamentarier auf der ganzen Welt haben sich der wachsenden Empörung über die ungerechte Beschlagnahmung von Grundstücken der Bahá'í in dem Landwirtschaftsdorf Ivel im Iran angeschlossen. Hier abgebildet sind, im Uhrzeigersinn von oben rechts: Der kanadische Außenminister Marc Garneau, Annika Ben David vom schwedischen Außenministerium, Jos Douma, der niederländische Sonderbeauftragte für Religions- und Glaubensfragen, Markus Grübel, Beauftragter der Bundesregierung für weltweite Religionsfreiheit, Shaykh Ibrahim Mogra aus Großbritannien und der brasilianische Parlamentsabgeordnete Frei Anastácio.

Auf Qantara, dem gemeinsamen Internetportal für den Dialog mit der islamischen Welt der Bundeszentrale für politische Bildung, der Deutschen Welle, des Goethe-Instituts und des Instituts für Auslandsbeziehungen, schreibt Katajun Amirpur heute über das dreißigjährige Leiden der Bahá’í in der Islamischen Republik Iran. Dabei geht sie in ihrem Beitrag insbesondere auf die „Anti-Bahá’í-Gesellschaft“, Hojjatiye, ein, die in den fünfziger Jahren gegründet wurde und deren Mitglieder heute hohe und höchste Positionen innerhalb der iranischen Regierung einnehmen.

Für die radikalen Kräfte, denen Ahmadinedschad angehört, sind die Drohungen an Israel ein Mittel, von innenpolitischen Schwierigkeiten abzulenken und sich international als Kämpfer für die palästinensische Sache darzustellen. Religiös begründet und daher eine Sache wirklicher Überzeugung hingegen ist ihre Feindschaft gegen die Bahai. Es ist unverständlich, dass ihrer Verfolgung international kaum Beachtung geschenkt wird.