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Dreizehn neue Verhaftungen in Teheran

Menschen demonstrieren am 19. Juni 2011 in Rio de Janeiro am Strand von Copacabana und fordern von den iranischen Behörden, sieben Bahá'í-Häftlinge freizulassen, die der Spionage für Israel beschuldigt und zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt wurden. © 2011 Ana Carolina Fernandes / AFP / Getty Images

Die Besorgnis im Vorfeld des angekündigten Prozesses am 12. Januar 2010 gegen die sieben ehemals führenden Bahá’í verschärfte sich in den frühen Morgenstunden des 3. Januar, als Beamte dreizehn Bahá’í in ihren Wohnungen in Teheran verhafteten. Sie wurden in Gewahrsam des Informationsministeriums genommen, wo sie dazu gezwungen wurden, ein Dokument zu unterzeichnen, mit dem sie versprachen, sich nicht an weiteren Demonstrationen zu beteiligen. Damit stehen die Verhaftungen in Verbindung mit den jüngsten Anschuldigungen, wonach die Bahá’í für die gegenwärtigen Unruhen verantwortlich sein sollen. Die Sprecherin der Internationalen Bahá’í-Gemeinde in Genf, Diane Ala’i,weist dies entschieden zurück. Die Bahá’í-Gemeinde Deutschland berichtet hier:

Unter den dreizehn verhafteten Personen sind Verwandte von zwei der inhaftierten Führer, darunter Negar Sabet, die Tochter von Mahvash Sabet, Leva Khanjani, eine Enkelin von Jamaloddin Khanjani und ihr Mann Babak Mobasher. Die anderen Verhafteten sind Jinous Sobhani, die ehemalige Sekretärin Shirin Ebadis und ihr Mann Artin Ghazanfari, die Brüder Mehran und Farid Rowhani, Nasim Beiglari, Payam Fanaian, Nikav Hoveydaie und seine Frau Mona Misaghi sowie Ebrahim Shadmehr und sein Sohn Zavosh Shadmehr.

Diane Ala’i betonte, dass die Verfolgung der Bahá’í während des gesamtes Jahres 2009 zugenommen habe. Derzeit sind rund 48 Bahá’í inhaftiert und viele andere mussten Hausdurchsuchungen, Beschlagnahmungen ihres Eigentums und willkürliche Kurzzeitinhaftierungen über sich ergehen lassen. Seit März 2009 wurden rund 60 Bahá’í verhaftet und waren verschieden lang – von einem Tag bis hin zu  mehreren Monaten – inhaftiert.