Medienberichterstattung

„Schauprozesse gegen Bahai im Iran“

Menschen demonstrieren am 19. Juni 2011 in Rio de Janeiro am Strand von Copacabana und fordern von den iranischen Behörden, sieben Bahá'í-Häftlinge freizulassen, die der Spionage für Israel beschuldigt und zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt wurden. © 2011 Ana Carolina Fernandes / AFP / Getty Images

Die Printausgabe der Tageszeitung Die Welt bringt heute ein verkürzt wiedergegebendes Stück von Dr. Wahied Wahdat-Hagh, Senior Research Fellow bei der „European Foundation for Democracy“, über den anstehenden Prozess gegen die Bahá’í-Führungsriege.

Der Standardvorwurf gegen die Bahai ist Zionismus. Yussef Tabatabainejad, Vertreter des Revolutionsführers in Isfahan, warf den Bahai vor, neben monarchistischen und nationalreligiösen Gruppen an Demonstrationen beteiligt gewesen zu sein und öffentlich den Islam bekämpft zu haben, wie die Nachrichtenagentur Fars News berichtete.

Der vollständige Beitrag kann hier eingesehen werden.

Ebenfalls heute berichtet Dr. Bahman Nirumand in der tageszeitung (taz) über die Aussagen des Teheraner Generalsstaatsanwaltes vom Wochenende, wonach die Bahá’í mitverantwortlich für die jüngsten Unruhen gewesen seien.

Der Teheraner Staatsanwalt Abbad Dschafari Dolatabadi erklärte am Samstag, beim Revolutionsgericht Anklage gegen fünf Demonstranten zu erheben. Er bezeichnete sie als Mohareb (Krieger gegen Gott), ein Vergehen, das in der Islamischen Republik mit dem Tode bestraft wird. Zu den im Zuge der Unruhen verhafteten Bahais sagte Dolatabadi, diese seien an der Organisierung der Unruhen aktiv beteiligt gewesen. Außerdem hätten sie Videoaufnahmen an ausländische Sender geschickt. Schließlich seien Waffen und Munition in ihren Häusern gefunden worden.