Medienberichterstattung

Diskriminierung am eigenen Leib erfahren

Hochrangige Muslime, Regierungsvertreter und Parlamentarier auf der ganzen Welt haben sich der wachsenden Empörung über die ungerechte Beschlagnahmung von Grundstücken der Bahá'í in dem Landwirtschaftsdorf Ivel im Iran angeschlossen. Hier abgebildet sind, im Uhrzeigersinn von oben rechts: Der kanadische Außenminister Marc Garneau, Annika Ben David vom schwedischen Außenministerium, Jos Douma, der niederländische Sonderbeauftragte für Religions- und Glaubensfragen, Markus Grübel, Beauftragter der Bundesregierung für weltweite Religionsfreiheit, Shaykh Ibrahim Mogra aus Großbritannien und der brasilianische Parlamentsabgeordnete Frei Anastácio.

Der Gießener Anzeiger berichtet über die Reaktionen, die der derzeit laufende Prozess gegen die ehemalige Bahá’í-Führungsriege in Teheran bei den Angehörigen der Bahá’í-Religion in Gießen hervorrufen. Wie in Gießen so haben sich auch in vielen anderen Städten Bahá’í aus Anlass des Prozesses zusammengefunden, um über die Lage der Bahá’í im Iran zu informieren und für ihre Glaubensschwestern und -brüder Andachtsversammlungen abzuhalten.

„Die Bahai-Religion ist laut Encyclopaedia Britannica die am zweitweitesten verbreitete Religion der Welt“, sagt Stefan Schaal; der 30-jährige Deutsche fühlt sich wie seine Eltern und Großeltern der Bahai-Gemeinschaft zugehörig. Gebetet wird täglich, und es gibt auch eine Fastenzeit, die aufgrund des bei den Bahai in 19 Monate je 19 Tage eingeteilten Kalenders jedoch eine andere ist. „Wir respektieren alle Religionen“, betonen der Arzt und Stefan Schaal. Etwas, das sie auch von den übrigen islamischen Glaubensgruppen erwarten.