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Nächste Verhandlung gegen die Bahá’í-Führungsriege am 11. April

Hochrangige Muslime, Regierungsvertreter und Parlamentarier auf der ganzen Welt haben sich der wachsenden Empörung über die ungerechte Beschlagnahmung von Grundstücken der Bahá'í in dem Landwirtschaftsdorf Ivel im Iran angeschlossen. Hier abgebildet sind, im Uhrzeigersinn von oben rechts: Der kanadische Außenminister Marc Garneau, Annika Ben David vom schwedischen Außenministerium, Jos Douma, der niederländische Sonderbeauftragte für Religions- und Glaubensfragen, Markus Grübel, Beauftragter der Bundesregierung für weltweite Religionsfreiheit, Shaykh Ibrahim Mogra aus Großbritannien und der brasilianische Parlamentsabgeordnete Frei Anastácio.
Yaran

Seit März bzw. Mai 2008 inhaftiert: Die sieben Mitglieder der Bahá'í-Führungsriege im Iran

Wie die Internationale Bahá’í-Gemeinde erfahren hat, steht der Termin der nächsten Verhandlung gegen die sieben Mitglieder der im Iran inhaftierten Bahá’í-Führungsriege fest.
Ihren Rechtsanwälten wurde in mündlicher Form mitgeteilt, dass der Prozess, der am 12. Januar begonnen hatte, nachdem die sieben 20 Monate im Evin-Gefängnis unschuldig inhaftiert waren, am 11. April fortgesetzt wird. Bei einer Anhörung am 7. Februar waren hauptsächlich Verfahrensfragen geklärt worden.
Regierungsnahen Medien zufolge waren die Sieben am ersten Verhandlungstag der Spionage, Propagandaaktivitäten gegen die islamische Ordnung, des Aufbaus einer illegalen Organisation, der Zusammenarbeit mit Israel, des Versendens geheimer Unterlagen ins Ausland, Handlungen gegen die nationale Sicherheit und der Korruption auf Erden beschuldigt worden.
Die Angeklagten wiesen alle Anklagepunkte kategorisch zurück.
Bei den sieben Bahá’í handelt es sich um Fariba Kamalabadi, Jamaloddin Khanjani, Afif Naeimi, Saeid Rezaie, Mahvash Sabet, Behrouz Tavakkol und Vahid Tizfahm. Sie waren damit betraut, sich der geistigen und sozialen Belange der über 300.000 iranischen Bahá’í anzunehmen, nachdem 1983 die formalen Bahá’í-Institutionen aufgelöst werden mussten.
Parallel zu der Verhandlung wurden weitere Bahá’í in Teheran verhaftet. Dreizehn Personen wurden am 3. Januar verhaftet. Von ihnen sind zehn noch in Verwahrung. Dreizehn weitere wurden letzte Woche verhaftet – von ihnen sind noch elf in Haft.
Derzeit sind mehr als 60 Bahá’í in verschiedenen Städten im Iran aufgrund ihrer Religionszugehörigkeit inhaftiert.