Medienberichterstattung

„Wetteifer um den iranischen Volkszorn“

Hochrangige Muslime, Regierungsvertreter und Parlamentarier auf der ganzen Welt haben sich der wachsenden Empörung über die ungerechte Beschlagnahmung von Grundstücken der Bahá'í in dem Landwirtschaftsdorf Ivel im Iran angeschlossen. Hier abgebildet sind, im Uhrzeigersinn von oben rechts: Der kanadische Außenminister Marc Garneau, Annika Ben David vom schwedischen Außenministerium, Jos Douma, der niederländische Sonderbeauftragte für Religions- und Glaubensfragen, Markus Grübel, Beauftragter der Bundesregierung für weltweite Religionsfreiheit, Shaykh Ibrahim Mogra aus Großbritannien und der brasilianische Parlamentsabgeordnete Frei Anastácio.

Stephanie Rupp gibt in der WELT ein durchwachsendes Stimmungsbild aus Teheran vor den für heute erwarteten Demonstrationen zum 31. Jahrestag der islamischen Revolution. Darin zitiert sie auch einen jungen Politikstudenten:

Der 22-Jährige, der aus einer streng religiösen Familie kommt, die sich sozial stark engagiert und treu zu Ayatollah Chamenei steht, will von einer breiten Oppositionsbewegung nichts wissen. Aktiv seien nur einige „Verschwörer“, die man bestrafen müsse. An Aschura etwa habe es einen harten Kern von 3000 bis 4000 „Aufrührern“ gegeben – „Staatsfeinde“ wie Monarchisten, Kommunisten und Anhänger der Bahai-Religion. Sie hätten den staatlichen Rundfunk übernehmen und das Haus Ayatollah Chameneis besetzen wollen. Die Demonstrationen seien „eindeutig vom Ausland gesteuert“. Aufgrund falscher Medieninformationen hätten sich die Regierungen westlicher Länder auf die Seite der Opposition gestellt.