Medienberichterstattung

„Baha’i – Drangsaliert, gedemütigt, verfolgt“

Hochrangige Muslime, Regierungsvertreter und Parlamentarier auf der ganzen Welt haben sich der wachsenden Empörung über die ungerechte Beschlagnahmung von Grundstücken der Bahá'í in dem Landwirtschaftsdorf Ivel im Iran angeschlossen. Hier abgebildet sind, im Uhrzeigersinn von oben rechts: Der kanadische Außenminister Marc Garneau, Annika Ben David vom schwedischen Außenministerium, Jos Douma, der niederländische Sonderbeauftragte für Religions- und Glaubensfragen, Markus Grübel, Beauftragter der Bundesregierung für weltweite Religionsfreiheit, Shaykh Ibrahim Mogra aus Großbritannien und der brasilianische Parlamentsabgeordnete Frei Anastácio.

Das Magazin Cicero bringt einen weiteren Auszug aus dem Sammelband „Verratene Freiheit – Der Aufstand im Iran und die Antwort des Westens“ von Thomas von der Osten-Sacken, Oliver M. Piecha und Alex Feuerherdt. Der Autor, Dr. Wahied Wahdat-Hagh, ist Senior Research Fellow der European Foundation for Democracy in Brüssel.

Die Geschichte der Verfolgung der Baha’i reicht bis zur Gründung der neuen Weltreligion des Baha’ismus zurück: Bereits vor rund 170 Jahren wurden bei einem inzwischen weitgehend in Vergessenheit geratenen Pogrom mindestens 4000 Babi, Angehörige einer Vorläuferbewegung der Baha’i-Religion, bestialisch ermordet. Tausende schutzlose Babi starben zudem infolge von Armut und Hunger. Systematisch wurde die Repression gegen die Baha’i dann mit der Gründung der »Islamischen Republik Iran«. Seitdem ist auch die Ungleichheit anerkannter religiöser Minderheiten gesetzlich untermauert. Das bedeutet: Zoroastrier, Juden und Christen gelten in der Dar al-Islam, dem islamischen Herrschaftsgebiet, als Kafar, das heißt als »Ungläubige«. Als »Schriftbesitzer« haben sie allerdings den Status von Dhimmis, also von »Schutzbefohlenen« unter islamischer Herrschaft. Den Baha’i hingegen wird überhaupt kein Wert zugemessen.