Medienberichterstattung & Stellungnahmen

„Jeder Mensch muss den Glauben leben dürfen, den er für sich als wahr erkannt hat“

Hochrangige Muslime, Regierungsvertreter und Parlamentarier auf der ganzen Welt haben sich der wachsenden Empörung über die ungerechte Beschlagnahmung von Grundstücken der Bahá'í in dem Landwirtschaftsdorf Ivel im Iran angeschlossen. Hier abgebildet sind, im Uhrzeigersinn von oben rechts: Der kanadische Außenminister Marc Garneau, Annika Ben David vom schwedischen Außenministerium, Jos Douma, der niederländische Sonderbeauftragte für Religions- und Glaubensfragen, Markus Grübel, Beauftragter der Bundesregierung für weltweite Religionsfreiheit, Shaykh Ibrahim Mogra aus Großbritannien und der brasilianische Parlamentsabgeordnete Frei Anastácio.

Am 3. März 2010 sprach Bundesaußenminister Guido Westerwelle vor dem Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen in Genf. Anlass war das so genannte High Level Segment der 13. Sitzung des Menschenrechtsrates vom 1. bis 26. März. Die Frankfurter Rundschau berichtet unter der Überschrift „Westerwelle greift Iran an“ unter anderem:

Westerwelle versicherte den „verfolgten Menschenrechtsverteidigern, Journalisten, Frauen, Gewerkschaftlern, Angehörigen religiöser Minderheiten und vielen einfachen Bürgern in Iran“, dass die Deutschen „fest auf ihrer Seite sind“.

Der Außenminister setzte sich besonders für die Religionsfreiheit ein. „Jeder Mensch muss den Glauben leben dürfen, den er für sich als wahr erkannt hat“, erklärte er. „Jeder Mensch muss seine Religion ungehindert wechseln können. Wahre Religionsfreiheit ist immer auch die Freiheit, keinen Glauben zu haben.“ Damit kritisierte er islamische Staaten, in denen auf Abkehr vom Islam (Apostasie) die Todesstrafe steht.

Der vollständige Wortlaut der Rede des Bundesaußenministers kann auf der Seite des Auswärtigen Amtes eingesehen werden.