Medienberichterstattung

„Regimeterror zeigt Wirkung“

Hochrangige Muslime, Regierungsvertreter und Parlamentarier auf der ganzen Welt haben sich der wachsenden Empörung über die ungerechte Beschlagnahmung von Grundstücken der Bahá'í in dem Landwirtschaftsdorf Ivel im Iran angeschlossen. Hier abgebildet sind, im Uhrzeigersinn von oben rechts: Der kanadische Außenminister Marc Garneau, Annika Ben David vom schwedischen Außenministerium, Jos Douma, der niederländische Sonderbeauftragte für Religions- und Glaubensfragen, Markus Grübel, Beauftragter der Bundesregierung für weltweite Religionsfreiheit, Shaykh Ibrahim Mogra aus Großbritannien und der brasilianische Parlamentsabgeordnete Frei Anastácio.

Die heutige Printausgabe der Presse aus Österreich zitiert Amnesty International, wonach im vergangenen Jahr rund 5.000 Menschen inhaftiert wurden: „Anwälte, Oppositionspolitiker, Studenten, einfache Menschen, die den Machthabern ‚verdächtig‘ erschienen“.

Laut Human Rights Watch fällten Irans Gerichte 250 Schuldsprüche wegen Beteiligung an Anti-Regime-Protesten. Zwei Personen wurden im Jänner hingerichtet, sechs weitere warten auf ihre Exekution. Das Regime ging zuletzt auch verstärkt gegen Minderheiten wie Kurden und Bahai vor. Mehrere kurdische Aktivisten wurden hingerichtet.

Internationaler Druck habe in einzelnen Fällen durchaus dazu beigetragen, Gefangene freizubekommen und Haftbedingung zu verbessern, berichtet Ann Harrison von Amnesty. „Menschenrechtler im Iran fürchten aber, dass sich der Westen zu sehr auf Irans Atomprogramm konzentriert und zu wenig auf die Menschenrechte.“