Medienberichterstattung

„Regimeterror zeigt Wirkung“

Menschen demonstrieren am 19. Juni 2011 in Rio de Janeiro am Strand von Copacabana und fordern von den iranischen Behörden, sieben Bahá'í-Häftlinge freizulassen, die der Spionage für Israel beschuldigt und zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt wurden. © 2011 Ana Carolina Fernandes / AFP / Getty Images

Die heutige Printausgabe der Presse aus Österreich zitiert Amnesty International, wonach im vergangenen Jahr rund 5.000 Menschen inhaftiert wurden: „Anwälte, Oppositionspolitiker, Studenten, einfache Menschen, die den Machthabern ‚verdächtig‘ erschienen“.

Laut Human Rights Watch fällten Irans Gerichte 250 Schuldsprüche wegen Beteiligung an Anti-Regime-Protesten. Zwei Personen wurden im Jänner hingerichtet, sechs weitere warten auf ihre Exekution. Das Regime ging zuletzt auch verstärkt gegen Minderheiten wie Kurden und Bahai vor. Mehrere kurdische Aktivisten wurden hingerichtet.

Internationaler Druck habe in einzelnen Fällen durchaus dazu beigetragen, Gefangene freizubekommen und Haftbedingung zu verbessern, berichtet Ann Harrison von Amnesty. „Menschenrechtler im Iran fürchten aber, dass sich der Westen zu sehr auf Irans Atomprogramm konzentriert und zu wenig auf die Menschenrechte.“