Medienberichterstattung & News

Urteile gegen 50 junge Bahá’ís aus Schiras umgewandelt

Hochrangige Muslime, Regierungsvertreter und Parlamentarier auf der ganzen Welt haben sich der wachsenden Empörung über die ungerechte Beschlagnahmung von Grundstücken der Bahá'í in dem Landwirtschaftsdorf Ivel im Iran angeschlossen. Hier abgebildet sind, im Uhrzeigersinn von oben rechts: Der kanadische Außenminister Marc Garneau, Annika Ben David vom schwedischen Außenministerium, Jos Douma, der niederländische Sonderbeauftragte für Religions- und Glaubensfragen, Markus Grübel, Beauftragter der Bundesregierung für weltweite Religionsfreiheit, Shaykh Ibrahim Mogra aus Großbritannien und der brasilianische Parlamentsabgeordnete Frei Anastácio.

Human Rights Activists News Agency veröffentlich einen Bericht, wonach die Strafen gegen die im Jahr 2006 festgenommenen Jugendlichen aus Schiras umgewandelt wurden. Sie hatten im Rahmen eines humanitären Bildungs- und Entwicklungsprojekts Kinder und Jugendliche aus den Außenbezirken der Stadt unterstützt. Julias Blog hat dankenswerter Weise hier eine deutsche Übersetzung angefertigt:

Die Betroffenen, vorwiegend junge Erwachsene, waren am 19. Mai 2006 in Shiraz verhaftet worden, weil sie unterprivilegierten Kindern Unterricht erteilt hatten. Später wurden sie zu drei Jahren Gefängnis verurteilt. Ihre Urteile wurden unter der Bedingung ausgesetzt, dass sie regelmäßig an islamischen Veranstaltungen und Studien teilnehmen.

Gegen Ende ihrer dreijährigen Haftstrafen wurden ihre Urteile um ein Reiseverbot ergänzt. Der Staatsanwaltschaft Shiraz zufolge müssen die Angeklagten vor Verlassen des Landes eine Kaution in Höhe von 50 Millionen Toman (ca. 50.000 US-Dollar) hinterlegen. Das Reiseverbot gilt 6 Monate und kann verlängert werden, wenn dies für notwendig erachtet wird.