Medienberichterstattung

„Drakonische Haftstrafen“

Menschen demonstrieren am 19. Juni 2011 in Rio de Janeiro am Strand von Copacabana und fordern von den iranischen Behörden, sieben Bahá'í-Häftlinge freizulassen, die der Spionage für Israel beschuldigt und zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt wurden. © 2011 Ana Carolina Fernandes / AFP / Getty Images

Sven Töniges berichtet auf der Webseite der Deutschen Welle über die „drakonischen Haftstrafen“ gegen die sieben führenden Bahá’í im Iran vom vergangenen Sonntag.

Lautstarker Protest aus aller Welt blieb ungehört: Die iranische Justiz hat gegen sieben Führungsmitglieder der Religionsgemeinschaft der Bahai Gefängnisstrafen von 20 Jahren verhängt. Darüber hätten die Verurteilten, fünf Männer und zwei Frauen, ihre Anwälte informiert, teilte die Vertretung der Bahai am Montag (09.08.2010) in Frankreich mit. Die Verurteilten waren im Mai 2008 festgenommen worden und im Januar dieses Jahres wegen „Spionage für Ausländer“ und angeblicher Kooperation mit Israel vor Gericht gestellt worden. Menschenrechtsorganisationen, die Europäische Union und die USA hatten das Vorgehen wiederholt scharf kritisiert und Teheran zur Beachtung der Religionsfreiheit aufgefordert.