Medienberichterstattung

„Eine wirkliche Verteidigung war nicht möglich“

Menschen demonstrieren am 19. Juni 2011 in Rio de Janeiro am Strand von Copacabana und fordern von den iranischen Behörden, sieben Bahá'í-Häftlinge freizulassen, die der Spionage für Israel beschuldigt und zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt wurden. © 2011 Ana Carolina Fernandes / AFP / Getty Images

In der Printausgabe der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (Seite 5) schreibt Wolfgang Günter Lerch über das jüngste Urteil gegen die sieben führenden Bahá’í.

Der „Prozess“ gegen die sieben Bahai, fünf Männer und zwei Frauen, bestand aus sechs kurzen Vorladungen vor Gericht, deren erste am 12. Januar stattgefunden hatte. Eine wirkliche Verteidigung war nicht möglich. Zuletzt war die Anklage noch um den Punkt „Krieg gegen Gott“ erweitert worden, was zu den schlimmsten Befürchtungen Anlass gegeben hatte. Darauf steht in der Regel die Todesstrafe.