News

Bahá’í in Düsseldorf hielten Mahnwache

Hochrangige Muslime, Regierungsvertreter und Parlamentarier auf der ganzen Welt haben sich der wachsenden Empörung über die ungerechte Beschlagnahmung von Grundstücken der Bahá'í in dem Landwirtschaftsdorf Ivel im Iran angeschlossen. Hier abgebildet sind, im Uhrzeigersinn von oben rechts: Der kanadische Außenminister Marc Garneau, Annika Ben David vom schwedischen Außenministerium, Jos Douma, der niederländische Sonderbeauftragte für Religions- und Glaubensfragen, Markus Grübel, Beauftragter der Bundesregierung für weltweite Religionsfreiheit, Shaykh Ibrahim Mogra aus Großbritannien und der brasilianische Parlamentsabgeordnete Frei Anastácio.
Düsseldorf

"Wir haben die Bahá’í-Gemeinde im Iran nicht vergessen, auch alle anderen Verletzungen von Menschenrechten und weiterhin Ungerechtigkeit in der Welt nicht", so die Bahá'í-Gemeinde Düsseldorf.

Am vergangenen Samstag hielten Bahá’í aus Düsseldorf eine Mahnwache zur Lage ihrer Glaubensbrüder und -schwestern im Iran ab. Sie appellierten an die iranische Regierung, gegen die sieben ehemaligen Führungsmitglieder der iranischen Bahá’í-Gemeinde, die Yárán, entweder ein Gerichtsverfahren auf dem Niveau der freiwillig eingegangenen internationalen Menschenrechtsverpflichtungen oder deren sofortige Freilassung einzuleiten. Die sieben Bahá’í waren Anfang August nach einem unfairen Verfahren erst zu einer zwanzigjährigen, schließlich zu einer zehnjährigen Haftstrafe verurteilt worden, obgleich sie die gegen sie vorgebrachten Anklagepunkte strikt zurückwiesen und auch ihre Anwältin, Shirin Ebadi, die die Anklage einsehen konnte, keinerlei Schuld feststellen konnte.