News & Stellungnahmen

Ethnische und religiöse Minderheiten: das verhüllte Antlitz Irans

Hochrangige Muslime, Regierungsvertreter und Parlamentarier auf der ganzen Welt haben sich der wachsenden Empörung über die ungerechte Beschlagnahmung von Grundstücken der Bahá'í in dem Landwirtschaftsdorf Ivel im Iran angeschlossen. Hier abgebildet sind, im Uhrzeigersinn von oben rechts: Der kanadische Außenminister Marc Garneau, Annika Ben David vom schwedischen Außenministerium, Jos Douma, der niederländische Sonderbeauftragte für Religions- und Glaubensfragen, Markus Grübel, Beauftragter der Bundesregierung für weltweite Religionsfreiheit, Shaykh Ibrahim Mogra aus Großbritannien und der brasilianische Parlamentsabgeordnete Frei Anastácio.

Die International Federation for Human Rights (FIDH) und die Iranian League for the Defence of Human Rights (LDDHI) veröffentlichten heute einen Bericht über die Diskriminierung ethnischer und religiöser Minderheiten im Iran. Der Bericht mit dem Titel  „The Hidden Face of Iran“ rückt einen oft vergessenen Aspekt der iranischen Politik in den Mittelpunkt: die schwerwiegene Diskriminierung der ethnischen und religiösen Minderheiten wie der Bahá’í in allen Lebensbereichen.

FIDH and LDDHI present in their report concrete recommendations to the attention of the Iranian authorities that include a major reform of the Constitution and Iranian legislation both of which are deeply discriminatory. They also recommend the adoption of concrete measures particularly in the areas of education, employment, access to public services and housing, in order to put an end to the persisting discrimination against ethnic communities and religious minorities. In addition, the Iranian authorities should fully implement the recommendations that have been addressed under the Universal Periodic Review of the United Nations and by the UN Committee on the Elimination of Racial Discrimination.

Der Bericht erscheint zum Zeitpunkt einer Delegationsreise des Unterausschusses für Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik des Deutschen Bundestages im Iran. Er kann hier eingesehen werden.