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Interreligiöses Gebet in Karben für Opfer von Vertreibung

Hochrangige Muslime, Regierungsvertreter und Parlamentarier auf der ganzen Welt haben sich der wachsenden Empörung über die ungerechte Beschlagnahmung von Grundstücken der Bahá'í in dem Landwirtschaftsdorf Ivel im Iran angeschlossen. Hier abgebildet sind, im Uhrzeigersinn von oben rechts: Der kanadische Außenminister Marc Garneau, Annika Ben David vom schwedischen Außenministerium, Jos Douma, der niederländische Sonderbeauftragte für Religions- und Glaubensfragen, Markus Grübel, Beauftragter der Bundesregierung für weltweite Religionsfreiheit, Shaykh Ibrahim Mogra aus Großbritannien und der brasilianische Parlamentsabgeordnete Frei Anastácio.

Der Ausländerbeirat sowie der Deutsch-Ausländische Freundschaftskreis in Karben (Wetteraukreis) veranstaltete eine interreligiöse Andacht für die Opfer von Vertreibung. Darüber heißt es in der Frankfurter Neuen Presse:

Zunächst berichtete Adela Yamini – Angehörige einer afghanischen Minderheit – von den Erlebnissen ihrer Familie während der Flucht, zu denen schreckliche Erinnerungen an die Folter des Vaters gehören. Mustafa Eren, Imam der Moschee in Groß-Karben, sowie Vertreter der Bahai-Gemeinde, der buddhistischen Gemeinde, der Ahmadiyya-Gemeinde und von der syrisch-orthodoxen Kirche aus Bad Vilbel sangen und beteten in philippinischer, arabischer und aramäischer Sprache. Die Pfarrer Konrad Schulz und Michael Neugber von den evangelischen Kirchengemeinden aus Rendel und Petterweil beteten gemeinsam mit den Gläubigen: «Gott, gib uns die Kraft, dass aus dem Nebeneinander ein Miteinander der Menschen wird.»