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Sektion 209

Hochrangige Muslime, Regierungsvertreter und Parlamentarier auf der ganzen Welt haben sich der wachsenden Empörung über die ungerechte Beschlagnahmung von Grundstücken der Bahá'í in dem Landwirtschaftsdorf Ivel im Iran angeschlossen. Hier abgebildet sind, im Uhrzeigersinn von oben rechts: Der kanadische Außenminister Marc Garneau, Annika Ben David vom schwedischen Außenministerium, Jos Douma, der niederländische Sonderbeauftragte für Religions- und Glaubensfragen, Markus Grübel, Beauftragter der Bundesregierung für weltweite Religionsfreiheit, Shaykh Ibrahim Mogra aus Großbritannien und der brasilianische Parlamentsabgeordnete Frei Anastácio.

Sektion 209 ist eine Abteilung des berüchtigten Teheraner Evin-Gefängnisses, die nach Angaben von Human Rights Watch, nicht der regulären Gefängnisleitung, sondern Einheiten des Informationsministeriums, der Revolutionsgarden und anderer Justizbehörden unterstellt ist. Verhöre und Gefängnisalltag gehen mit Folterungen und Mißhandlungen einher.

Sektion 209 ist aber auch eine Medienkampagne für die dort inhaftierten Bahá’í. Der hier veröffentlichte Film zeigt Ausschnitte eines Interviews mit Herrn Sabeti, der nach Angaben der Kampagne drei Mal inhaftiert wurde, weil er Bahá’í ist.

Diese private, unabhängige Medieninitiative möchte auf die sieben ehemals führenden Mitglieder der iranischen Bahá’í-Gemeinde aufmerksam machen, die über zwanzig Monate in Sektion 209 des Evin-Gefängnisses inhaftiert wurden.

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