News

Bundeskanzlerin Merkel: Religionsfreiheit ein „Kernwert deutscher Außenpolitik“

Hochrangige Muslime, Regierungsvertreter und Parlamentarier auf der ganzen Welt haben sich der wachsenden Empörung über die ungerechte Beschlagnahmung von Grundstücken der Bahá'í in dem Landwirtschaftsdorf Ivel im Iran angeschlossen. Hier abgebildet sind, im Uhrzeigersinn von oben rechts: Der kanadische Außenminister Marc Garneau, Annika Ben David vom schwedischen Außenministerium, Jos Douma, der niederländische Sonderbeauftragte für Religions- und Glaubensfragen, Markus Grübel, Beauftragter der Bundesregierung für weltweite Religionsfreiheit, Shaykh Ibrahim Mogra aus Großbritannien und der brasilianische Parlamentsabgeordnete Frei Anastácio.

Bundeskanzlerin Angela Merkel will am 6. Januar bei einem Benefizessen des Dreikönigsvereins in Neubrandenburg in ihrer Rede ein Bekenntnis zur Glaubens- und Religionsfreiheit abgeben. Dies sagte sie gegenüber der Passauer Neuen Presse.

„Glaubens- und Religionsfreiheit sind ein essenzieller Wert, ein Kernwert der deutschen Außenpolitik. Dass Leib und Leben von Minderheiten weltweit geschützt werden, auch der christlichen Minderheiten in zahlreichen Ländern, ist für uns ein zentrales Anliegen“

Fast alle Staaten seien Mitglied der Vereinten Nationen und hätten die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte anerkannt, zitiert die Zeitung Frau Merkel weiterhin. Kein kultureller Unterschied könne die Missachtung dieser Rechte rechtfertigen.

„Die großartigen 30 Artikel der Menschenrechtserklärung machen deutlich: Wer diese Rechte bestreitet, hat nicht das Wohl der Menschen im Blick.“

Nachtrag am 8.01.2011: In ihrer wöchentlichen Videobotschaft hat sich die Kanzlerin inzwischen ebenfalls dem Thema gewidmet. Sie rief dazu auf, weltweit für Religionsfreiheit einzutreten, und verwies auf Deutschlands Sitz im UN-Sicherheitsrat. Religionsfreiheit sei „eines der großen Menschenrechte.“ Deutschland werde immer darauf achten, dass grundlegende Freiheiten wie die Religionsfreiheit überall eingehalten würden. Es sei „unser Anliegen, Christen, aber auch anderen Religionen zu einem Leben in Freiheit zu verhelfen“, sagte die Kanzlerin weiter.

„Wir alle sind verpflichtet, für Religionsfreiheit einzutreten – genauso wie für Meinungsfreiheit, Pressefreiheit und andere grundlegende Freiheiten. Die Welt hat sich – mit der Gründung der Vereinten Nationen – auf eine Allgemeine Erklärung der Menschenrechte verständigt. Dabei haben fast alle Nationen dieser Erde diese Grundwerte akzeptiert. Aber die Realität sieht an vielen Stellen anders aus.“