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Außenminister Spindelegger protestiert in direkten Gesprächen gegen Menschenrechtsverletzungen im Iran

Hochrangige Muslime, Regierungsvertreter und Parlamentarier auf der ganzen Welt haben sich der wachsenden Empörung über die ungerechte Beschlagnahmung von Grundstücken der Bahá'í in dem Landwirtschaftsdorf Ivel im Iran angeschlossen. Hier abgebildet sind, im Uhrzeigersinn von oben rechts: Der kanadische Außenminister Marc Garneau, Annika Ben David vom schwedischen Außenministerium, Jos Douma, der niederländische Sonderbeauftragte für Religions- und Glaubensfragen, Markus Grübel, Beauftragter der Bundesregierung für weltweite Religionsfreiheit, Shaykh Ibrahim Mogra aus Großbritannien und der brasilianische Parlamentsabgeordnete Frei Anastácio.

Am Dienstag traf Außenminister und Vizekanzler Michael Spindelegger den iranischen Außenminister Ali Akbar Salehi zu einem Arbeitsgespräch in Wien. Hierüber heißt es unter anderem in einer Pressemitteilung des österreichischen Außenministeriums:

Insbesondere protestierte der Außenminister gegen die jüngste Hinrichtungswelle und gegen die schwierige Lebenslage von religiösen Minderheiten im Iran wie der Baha’i, aber auch gegen jene von MenschenrechtsverteidigerInnen. Spindelegger: „Das Klima der Repression im Iran ist besorgniserregend. Ich appelliere an den Iran, hier einen Kurswechsel vorzunehmen und seine internationalen Zusagen und Verpflichtungen einzuhalten“. Der Außenminister sprach dabei auch die Schicksale von Einzelpersonen an – so die beiden erst kürzlich verhafteten Frauenrechtlerinnen Mahnaz Mohammadi und Maryam Majd, deren Freilassung er forderte. Er forderte Aufklärung zum Fall des der Apostasie beschuldigten Pastors Yousef Nadharkani und wiederholte seinen Appell, die beiden amerikanischen Rucksack-Touristen, die nun schon seit August 2009 in Haft sind, rasch freizulassen.