Medienberichterstattung

Bahá’í protestieren in Darmstadt gegen Verfolgungen im Iran

Hochrangige Muslime, Regierungsvertreter und Parlamentarier auf der ganzen Welt haben sich der wachsenden Empörung über die ungerechte Beschlagnahmung von Grundstücken der Bahá'í in dem Landwirtschaftsdorf Ivel im Iran angeschlossen. Hier abgebildet sind, im Uhrzeigersinn von oben rechts: Der kanadische Außenminister Marc Garneau, Annika Ben David vom schwedischen Außenministerium, Jos Douma, der niederländische Sonderbeauftragte für Religions- und Glaubensfragen, Markus Grübel, Beauftragter der Bundesregierung für weltweite Religionsfreiheit, Shaykh Ibrahim Mogra aus Großbritannien und der brasilianische Parlamentsabgeordnete Frei Anastácio.

Bahá’í aus dem Rhein-Main-Gebiet haben am vergangenen Samstag zusammen mit Amnesty International auf dem Darmstädter Luisenplatz gegen die Verfolgung der Bahá’í in der Islamischen Republik Iran protestiert. Darüber berichtete der Darmstädter Echo am Montag (Druckausgabe).

„Unsere Arbeit richtet sich gegen Menschenrechtsverstöße weltweit, und davon sind eben auch die Bahá’í im Iran betroffen“, erklärt Dieter Grünewald von AI. Die Bahá’í sind eine Religionsgemeinschaft mit Ein-Gott-Glaube, die im 19. Jahrhundert entstand. Konkret wollen die Demonstranten Aufmerksamkeit schaffen für die sieben Repräsentanten der iranischen Bahá’í-Führungsriege, die im letzten Jahr zu Haftstrafen von jeweils 20 jahren verurteilt wurde. Ihnen wurde Propagandatätigkeit gegen die islamische Ordnung vorgeworfen. Auch sieben Bahá’í-Dozenten sind derzeit im Iran inhaftiert.“

Auf dem Luisenplatz wurden große Styroporbuchstaben in die Höhe gehalten und daraus Slogans wie „Bahá’í unschuldig verfolgt“, „Einheit in Vielfalt“ oder „You are not alone“ formuliert, berichtet der Darmstädter Echo.

Besonders stolz sind die Bahá’í auf ihre globale Verbreitung, weshalb Menschen mit Ursprüngen in China, Iran, Ecuador, Eritrea, Weißrussland oder den USA auf dem Luisenplatz mitdemonstriert.

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