Stellungnahmen

Knobloch fordert Ende der staatlichen Verfolgung der Bahá’í in Iran

Hochrangige Muslime, Regierungsvertreter und Parlamentarier auf der ganzen Welt haben sich der wachsenden Empörung über die ungerechte Beschlagnahmung von Grundstücken der Bahá'í in dem Landwirtschaftsdorf Ivel im Iran angeschlossen. Hier abgebildet sind, im Uhrzeigersinn von oben rechts: Der kanadische Außenminister Marc Garneau, Annika Ben David vom schwedischen Außenministerium, Jos Douma, der niederländische Sonderbeauftragte für Religions- und Glaubensfragen, Markus Grübel, Beauftragter der Bundesregierung für weltweite Religionsfreiheit, Shaykh Ibrahim Mogra aus Großbritannien und der brasilianische Parlamentsabgeordnete Frei Anastácio.

Präsidentin Dr. h.c. Charlotte Knobloch, Foto: ikg-m.de

Zu den Urteilen gegen sieben Mitglieder der Religionsgemeinschaft der Bahá’í im Iran zu mehrjährigen Gefängnisstrafen nahm die ehemalige Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland und derzeitige Vizepräsidentin des Jüdischen Weltkongresses sowie Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Dr. h.c. Charlotte Knobloch, gestern in einer Presseaussendung wie folgt Stellung:

„Mit Entsetzen und Sorge habe ich die Nachricht vernommen, dass sieben Vertreter der Bahá’í zu Haftstrafen zwischen vier und fünf Jahren verurteilt wurden. Seit Jahren missachtet die iranische Regierung vor den Augen der Welt das Grundrecht der Menschen auf Religionsfreiheit.“

„Der Iran hat sich völkerrechtlich verpflichtet, Religionsfreiheit zu gewährleisten. Wir dürfen uns nicht länger von Ahmadinedschad und Co. verhöhnen lassen!“

„Ich appelliere an die internationale Staatengemeinschaft, den Iran endlich in die Pflicht zu nehmen“

„Wir müssen uns für das selbstverständliche Recht der angeklagten Bahá’í auf einen transparenten Prozess nach rechtsstaatlichen Prinzipien einsetzen.“