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Video: Bericht beleuchtet die Hasspropaganda gegen die iranischen Bahá’í

Hochrangige Muslime, Regierungsvertreter und Parlamentarier auf der ganzen Welt haben sich der wachsenden Empörung über die ungerechte Beschlagnahmung von Grundstücken der Bahá'í in dem Landwirtschaftsdorf Ivel im Iran angeschlossen. Hier abgebildet sind, im Uhrzeigersinn von oben rechts: Der kanadische Außenminister Marc Garneau, Annika Ben David vom schwedischen Außenministerium, Jos Douma, der niederländische Sonderbeauftragte für Religions- und Glaubensfragen, Markus Grübel, Beauftragter der Bundesregierung für weltweite Religionsfreiheit, Shaykh Ibrahim Mogra aus Großbritannien und der brasilianische Parlamentsabgeordnete Frei Anastácio.

Am 21. Oktober hat die Internationale Bahá’í-Gemeinde einen Bericht veröffentlicht, in dem über 400 Pressebeiträge zwischen Ende 2009 und Frühjahr 2011 aus dem Iran analysiert werden. Es ergibt sich das Bild einer systematischen Hetz- und Hasskampagne zur Verleumdung der Bahá’í.

Wie der Bericht „Inciting Hatred: Iran’s Media Campaign to Demonize Baha’is“ zeigt, wird die 300.000 Mitglieder zählende Gemeinde im Iran unter großem Aufwand dämonisiert. Die Behörden streuen groteske Verschwörungstheorien, etwa dass ausländische Medien wie die BBC von Bahá’í kontrolliert würden. Sie werden als Feinde des Islam gebrandmarkt und zu Sündenböcken gesellschaftlicher Fehlentwicklungen gemacht, heißt es. „Viele Angriffe bauen auf einer groben Verzerrung der iranischen Bahá’í-Geschichte auf, andere verfolgen eine Strategie der Schuldzuweisung, indem die Bahá’í mit anderen vollkommen fremden Gruppen, wie den Satanisten oder der Geheimpolizei des Schahs, in einen Topf geworfen werden“, heißt es in dem Bericht.

Die Propaganda gegen die Bahá’í ist abgesegnet von den höchsten Führungsschichten der Islamischen Republik, einschließlich des obersten religiösen Führers, Ali Khamenei. Bani Dugal, Sprecherin der Internationalen Bahá’í-Gemeinde, warnt: „Die Geschichte zeigt uns, dass solche Kampagnen zu den deutlichsten Anzeichen tatsächlicher Gewalt gegen religiöse Minderheiten gehören oder im schlimmsten Fall Vorboten eines Genozids sind.“

Die Internationale Bahá’í-Gemeinde hat nun ein Video der Präsentation des Berichts vom 21. Oktober online gestellt. Der 35-seitige englischsprachige Bericht kann hier abgerufen werden: http://is.gd/j4taqS

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