Medienberichterstattung

Ein Code für die Freiheit

Hochrangige Muslime, Regierungsvertreter und Parlamentarier auf der ganzen Welt haben sich der wachsenden Empörung über die ungerechte Beschlagnahmung von Grundstücken der Bahá'í in dem Landwirtschaftsdorf Ivel im Iran angeschlossen. Hier abgebildet sind, im Uhrzeigersinn von oben rechts: Der kanadische Außenminister Marc Garneau, Annika Ben David vom schwedischen Außenministerium, Jos Douma, der niederländische Sonderbeauftragte für Religions- und Glaubensfragen, Markus Grübel, Beauftragter der Bundesregierung für weltweite Religionsfreiheit, Shaykh Ibrahim Mogra aus Großbritannien und der brasilianische Parlamentsabgeordnete Frei Anastácio.

Sonja Gillert berichtet heute für die Zeitung „Welt kompakt“ über die Internetkampagne „Can you solve this?„, die gegen die Verweigerung des Rechts auf Bildung im Iran protestiert.

„Die Verweigerung von Bildung ist ein systematisches Mittel der Verfolgung und der Unterdrückung. Denn die Regierung verweigert jungen Menschen ihre Zukunft“, sagt Ruha Reyhani. Sie initiierte das Crowdsourcing-Projekt „Can you solve this?“ (Kannst du das lösen?) ehrenamtlich im August 2011. Crowdsourcing wird als Auslagerung einer Aufgabe auf eine Masse von freiwilligen Unterstützern im Internet verstanden. …

Neben Frauen- und Menschenrechtlern und politischen Aktivisten sind besonders die Anhänger der Religion Bahai von dem Bildungsausschluss betroffen. Erst im Mai 2011 wurden Räume des „Baha’i Institute for Higher Education“ durchsucht, das die Bahai im Iran im Untergrund etabliert haben, um Zugang zu Bildung zu erlangen. Laut der Organisation „International Campaign for Human Rights in Iran“ wurden 30 Universitätsangehörige festgenommen.