News

„Antisemitismus, Anti-Bahaismus, Christenverfolgung und geschlechtsspezifische Apartheid“

Menschen demonstrieren am 19. Juni 2011 in Rio de Janeiro am Strand von Copacabana und fordern von den iranischen Behörden, sieben Bahá'í-Häftlinge freizulassen, die der Spionage für Israel beschuldigt und zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt wurden. © 2011 Ana Carolina Fernandes / AFP / Getty Images

„Kaum etwas davon ist neu, aber es wurde wohl noch nie so akribisch mit Originalzitaten belegt“, urteilt Stephan Grigat in der österreichischen Tageszeitung Die Presse über die Studie Dr. Wahied Wahdat-Haghs „Der islamistische Totalitarismus: Über Antisemitismus, Anti-Bahaismus, Christenverfolgung und geschlechtsspezifische Apartheid in der ‚Islamischen Republik Iran'“, Frankfurt/M. 2012 (Peter Lang-Verlag), 334 S.

Mit der Verfolgung der Religion der Bahai rückt Wahdat-Hagh einen Aspekt in den Vordergrund, der in der bisherigen Berichterstattung chronisch unterbelichtet war. Khomeini hatte die Bahai schon in den 1960er-Jahren als „Handlanger“ der Israelis attackiert. Nach 1979 setzten staatliche Verfolgung und systematische Diskriminierung ein. Hunderte Bahais wurden hingerichtet. Die Besetzung staatlicher Ämter ist ihnen verboten, der Besuch von Universitäten untersagt. Immer wieder kommt es zu willkürlichen Verhaftungen und Übergriffen.

Eine etwas verhaltenere Besprechung über die Studie des Mitarbeiters der European Foundation for Democracy schrieb Armin Pfahl-Traughber an dieser Stelle.