News

„Einer der wichtigsten und mutigsten Verteidiger der Menschenrechte“

Hochrangige Muslime, Regierungsvertreter und Parlamentarier auf der ganzen Welt haben sich der wachsenden Empörung über die ungerechte Beschlagnahmung von Grundstücken der Bahá'í in dem Landwirtschaftsdorf Ivel im Iran angeschlossen. Hier abgebildet sind, im Uhrzeigersinn von oben rechts: Der kanadische Außenminister Marc Garneau, Annika Ben David vom schwedischen Außenministerium, Jos Douma, der niederländische Sonderbeauftragte für Religions- und Glaubensfragen, Markus Grübel, Beauftragter der Bundesregierung für weltweite Religionsfreiheit, Shaykh Ibrahim Mogra aus Großbritannien und der brasilianische Parlamentsabgeordnete Frei Anastácio.

Der Focus aus München berichtet über die Verurteilung des iranischen Menschenrechtsanwalts Abdelfattah Soltanis zu 18 Jahren Haft vom vergangenen Sonntag. Er ist nach Angaben von Amnesty International einer von aktuell rund zehn Menschenrechtsanwälten in iranischen Gefängnissen.

Soltani sei einer der wichtigsten und mutigsten Verteidiger der Menschenrechte im Iran, und es gebe keinen Zweifel daran, dass er für seine Arbeit als Anwalt verfolgt worden sei, erklärte Amnesty International. Der 58-Jährige saß bereits 2005 und 2009 zwei Mal im Gefängnis. Er setzte sich vor allem für die religiöse Gemeinschaft der Bahai ein und ist Gründungsmitglied der Menschenrechtsorganisation der iranischen Friedensnobelpreisträgerin Schirin Ebadi.

Soltani wurde unter anderem auch dafür verurteilt, einen unrechtmäßigen Preis angenommen zu haben, womit der Internationale Nürnberger Menschenrechtspreis 2009 gemeint ist. Nürnbergs Oberbürgermeister Ulrich Maly äußerte sich über die Verurteilung empört:

„Ich bin entsetzt und empört über das Urteil, das alle Rechtsprinzipien auf den Kopf stellt. Es zeigt die Unmenschlichkeit dieses Regimes und belegt deren Hilflosigkeit gegen Kritiker.“