Medienberichterstattung

„Angels of Iran“

Hochrangige Muslime, Regierungsvertreter und Parlamentarier auf der ganzen Welt haben sich der wachsenden Empörung über die ungerechte Beschlagnahmung von Grundstücken der Bahá'í in dem Landwirtschaftsdorf Ivel im Iran angeschlossen. Hier abgebildet sind, im Uhrzeigersinn von oben rechts: Der kanadische Außenminister Marc Garneau, Annika Ben David vom schwedischen Außenministerium, Jos Douma, der niederländische Sonderbeauftragte für Religions- und Glaubensfragen, Markus Grübel, Beauftragter der Bundesregierung für weltweite Religionsfreiheit, Shaykh Ibrahim Mogra aus Großbritannien und der brasilianische Parlamentsabgeordnete Frei Anastácio.

Das Nachrichtenportal International Business Times zitiert die junge iranisch-amerikanische Journalistin Roxana Saberi, die in einem Video-Kurzfilm über ihre Zeit in iranischer Haft berichtet. In der gezeigten Videoproduktion „Angels of Iran“ der Kampagne Education under Fire erzählt Saberi von Mahvash Sabet und Fariba Kamalabadi, die mit ihr in Haft waren. Die beiden waren Mitglieder des inoffiziellen Führungsgremiums der iranischen Bahá’í-Gemeinde, der Yárán, und wurden im Frühjahr 2008 festgenommen und später zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt.

„Ich glaube, dass die Lektionen, die Mahvash und Fariba mich im Gefängnis gelehrt haben, universell sind. Wir müssen nicht ins Gefängnis gehen. Wir haben unsere eigenen Gefängnisse, unsere eigenen Widrigkeiten. Doch wir können versuchen, diese Widrigkeiten in Chancen zu verwandeln.“

Roxana Saberi wurde im Januar 2009 festgenommen und zu acht Jahren Haft verurteilt, weil sie angeblich für die USA spionierte. Über ihre Zeit in Haft und die unerwartete Möglichkeit der Ausreise in ihre Heimat USA schrieb sie ein Buch, das mittlerweile auch in Deutsch unter dem Titel „Hundert Tage: Meine Gefangenschaft im Iran“ erschien. Der kurze Film mit Roxana Saberi ist in englischer Sprache:

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