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Bahá’í und Stadtkirche in Mönchengladbach laden zum Friedensgebet ein

Hochrangige Muslime, Regierungsvertreter und Parlamentarier auf der ganzen Welt haben sich der wachsenden Empörung über die ungerechte Beschlagnahmung von Grundstücken der Bahá'í in dem Landwirtschaftsdorf Ivel im Iran angeschlossen. Hier abgebildet sind, im Uhrzeigersinn von oben rechts: Der kanadische Außenminister Marc Garneau, Annika Ben David vom schwedischen Außenministerium, Jos Douma, der niederländische Sonderbeauftragte für Religions- und Glaubensfragen, Markus Grübel, Beauftragter der Bundesregierung für weltweite Religionsfreiheit, Shaykh Ibrahim Mogra aus Großbritannien und der brasilianische Parlamentsabgeordnete Frei Anastácio.

Die Bahá’í-Gemeinde in Mönchengladbach lädt zum 12. April zu einem Friedensgebet für religiös Verfolgte in Iran ein. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der katholischen Stadtkirche am Alten Markt in Mönchengladbach statt. In der Einladung schreibt die Bahá’í-Gemeinde:

Am 1. April 2012 wurde in zwölf Großstädten auf das Leid der sieben in Iran inhaftierten Bahá’í-Führungsmitglieder aufmerksam gemacht. Der 1. April markierte insgesamt   10.000 Tage, die die Bahá’í bislang unschuldig in Haft verbrachten. Sie wurden im August 2010 zu je 20 Jahren Haft verurteilt.

Die sieben Bahá’í-Gefangenen Behrouz Tavakkoli, Fariba Kamalabadi, Vahid Tizfahm, Mahvash Sabet, Jamaloddin Khanjani, Saeid Rezaie, und Afif Naeimi waren vor ihrer Festnahme im Frühjahr 2008 Mitglieder einer informellen Gruppe, die sich um die geistigen und sozialen Belange der iranischen Bahá’í-Gemeinde kümmerte. Sie verbüßen eine Haftstrafe von jeweils 20 Jahren, zu der sie nach sechs kurzen Anhörungen verurteilt wurden. Das Verfahren entsprach in keiner Weise rechtsstaatlichen Anforderungen und war nicht transparent. Die sieben Bahá’í wiesen die Anklagepunkte „Spionage“, „Propaganda gegen die Islamische Republik Iran“ und „Aufbau einer illegalen Organisation“ kategorisch zurück.

„Die Bahá’í waren und sind vollkommen unschuldig”, sagte Bani Dugal, Sprecherin der Internationalen Bahá’í-Gemeinde bei den Vereinten Nationen. „Zehntausend Tage ihres Lebens wurden ihnen im wahrsten Sinne des Wortes für immer gestohlen – Tage, an denen sie sich für ihre Mitmenschen engagiert hätten”, sagte sie. „Es ist mehr als überfällig, dass diese Gefangenen freigelassen werden, damit sie ihren Beitrag für das Land, das sie lieben, leisten können.“