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„Kampf dem Unglauben“

Menschen demonstrieren am 19. Juni 2011 in Rio de Janeiro am Strand von Copacabana und fordern von den iranischen Behörden, sieben Bahá'í-Häftlinge freizulassen, die der Spionage für Israel beschuldigt und zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt wurden. © 2011 Ana Carolina Fernandes / AFP / Getty Images

Amnesty International hat einen besseren Schutz der Religionsfreiheit angemahnt. Dies berichtet das christliche Medienmagazin pro. Die Webseite zitiert dabei aus dem jüngst erschienenen Report 2012 der Menschenrechtsorganisation über die Menschenrechtslage des vergangenen Jahres in 155 Ländern.

Im Iran sähen sich Angehörige religiöser Minderheiten ständiger Verfolgungen ausgesetzt. Betroffen seien vor allem Konvertiten, die vom Islam zum Christentum überträten, Anhänger der Baha’i-Glaubensgemeinschaft, oppositionelle schiitische Geistliche sowie die Gemeinschaften der Ahl-e Haqq und der Derwische. Der Religionsführer Ayatollah Sayed Ali Khamenei und andere Behörden riefen immer wieder zum Kampf gegen den Unglauben auf – offenbar mit Blick auf evangelikale Christen, Bah’ai und Sufis. Der Report weist auch auf das Verfahren gegen den christlichen Pastor Yousef Nadarkhani wegen Abfalls vom Islam hin. Der Sohn muslimischer Eltern war zum Christentum konvertiert und wurde im Oktober 2009 festgenommen. Weil er sich weigerte, dem Christentum abzuschwören, wurde er 2010 zum Tode verurteilt.