Medienberichterstattung

„Unterdrückung nimmt zu“

Menschen demonstrieren am 19. Juni 2011 in Rio de Janeiro am Strand von Copacabana und fordern von den iranischen Behörden, sieben Bahá'í-Häftlinge freizulassen, die der Spionage für Israel beschuldigt und zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt wurden. © 2011 Ana Carolina Fernandes / AFP / Getty Images

Die Deutsche Welle veröffentlicht ein Stück von Anahita Mehdipor über die derzeitige Situation der Bahá’í in der Islamischen Republik Iran.

Nach Angaben der iranischen Internetseite „gooya news“ wurden allein im Juni und Juli dieses Jahres dreiundzwanzig Angehörigeder iranischen Bahai-Gemeinde in verschiedenen Städten festgenommen. Diane Alai, Sprecherin der Internationalen Bahai-Gemeinde bei den Vereinten Nationen in Genf, sagte gegenüber DW.DE, dass derzeit 116 Bahai-Mitglieder in iranischen Gefängnissen einsitzen. 2011 waren es laut einem Bericht der US-Regierung 95 Inhaftierte, bei 416 anhängigen Gerichtsverfahren.

Beobachter gingen davon aus, dass die Zahl der Verhaftungen noch höher sei als die bisher bekanntgewordenen, schreibt Anahita Mehdipor. „Diane Alai zufolge müssen die Bahai-Anhänger  im Iran zunehmend mit willkürlicher Verhaftung rechnen, es sei deutlich, dass das Regime die Bahai-Gemeinde systematisch zerstören wolle.“