Medienberichterstattung

„Unterdrückung nimmt zu“

Hochrangige Muslime, Regierungsvertreter und Parlamentarier auf der ganzen Welt haben sich der wachsenden Empörung über die ungerechte Beschlagnahmung von Grundstücken der Bahá'í in dem Landwirtschaftsdorf Ivel im Iran angeschlossen. Hier abgebildet sind, im Uhrzeigersinn von oben rechts: Der kanadische Außenminister Marc Garneau, Annika Ben David vom schwedischen Außenministerium, Jos Douma, der niederländische Sonderbeauftragte für Religions- und Glaubensfragen, Markus Grübel, Beauftragter der Bundesregierung für weltweite Religionsfreiheit, Shaykh Ibrahim Mogra aus Großbritannien und der brasilianische Parlamentsabgeordnete Frei Anastácio.

Die Deutsche Welle veröffentlicht ein Stück von Anahita Mehdipor über die derzeitige Situation der Bahá’í in der Islamischen Republik Iran.

Nach Angaben der iranischen Internetseite „gooya news“ wurden allein im Juni und Juli dieses Jahres dreiundzwanzig Angehörigeder iranischen Bahai-Gemeinde in verschiedenen Städten festgenommen. Diane Alai, Sprecherin der Internationalen Bahai-Gemeinde bei den Vereinten Nationen in Genf, sagte gegenüber DW.DE, dass derzeit 116 Bahai-Mitglieder in iranischen Gefängnissen einsitzen. 2011 waren es laut einem Bericht der US-Regierung 95 Inhaftierte, bei 416 anhängigen Gerichtsverfahren.

Beobachter gingen davon aus, dass die Zahl der Verhaftungen noch höher sei als die bisher bekanntgewordenen, schreibt Anahita Mehdipor. „Diane Alai zufolge müssen die Bahai-Anhänger  im Iran zunehmend mit willkürlicher Verhaftung rechnen, es sei deutlich, dass das Regime die Bahai-Gemeinde systematisch zerstören wolle.“