Medienberichterstattung & Stellungnahmen

Videobotschaften für verfolgte Bahá’í in Iran

Hochrangige Muslime, Regierungsvertreter und Parlamentarier auf der ganzen Welt haben sich der wachsenden Empörung über die ungerechte Beschlagnahmung von Grundstücken der Bahá'í in dem Landwirtschaftsdorf Ivel im Iran angeschlossen. Hier abgebildet sind, im Uhrzeigersinn von oben rechts: Der kanadische Außenminister Marc Garneau, Annika Ben David vom schwedischen Außenministerium, Jos Douma, der niederländische Sonderbeauftragte für Religions- und Glaubensfragen, Markus Grübel, Beauftragter der Bundesregierung für weltweite Religionsfreiheit, Shaykh Ibrahim Mogra aus Großbritannien und der brasilianische Parlamentsabgeordnete Frei Anastácio.

Die ihrer Rechte beraubten Bahá’í in der Islamischen Republik Iran erhalten Unterstützung von ungewöhnlicher Seite und in ebenso ungewöhnlicher Form.

Unter dem Motto “Prominente Ungarns für Menschenrechte in Iran” schloss sich eine Gruppe von Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens zu einer Kampagne für die Opfer von Menschenrechtsverletzungen in Iran zusammen. Die ungarischen Politiker, Sportler, Journalisten, Schauspieler oder Sänger halten durch Videobotschaften im Internet das Interesse der internationalen Öffentlichkeit an der fortdauernden Unterdrückung der iranischen Bahá’í-Gemeinde und den weiteren Menschenrechtsverstößen der iranischen Regierung wach.

„Ich hoffe aufrichtig, dass sich die Situation in Iran in Richtung Demokratie, Anerkennung grundlegender Menschenrechte und Freiheit in der nahen Zukunft verbessern wird”, sagt zum Beispiel Kinga Göncz in einem Video. Sie ist Mitglied des Europaparlaments und ehemalige ungarische Außenministerin. “Wir alle wissen – und ich bin von tiefstem Herzen davon überzeugt –, dass die Kultur eines Landes durch jegliche Vielfalt, auch religiöse Vielfalt, bereichert wird”, so Göncz. “Wenn Iran seine religiösen Minderheiten wie die Bahá’í-Gemeinde förderte, könnte dies das Land nur bereichern.“

Die auch international bekannte Folksängerin Márta Sebestyén, die auch UNESCO Artist for Peace ist, macht die Situation in Iran nur traurig. “Bahá’í-Studenten werden aus Universitäten ausgeschlossen und Journalisten werden inhaftiert”, sagt sie in ihrem Video. „Dies ist sehr schmerzhaft. Es ist wie wenn man einem Vogel die Flügel stutzen würde oder mir verbieten würde, zu singen.”

Zu den weiteren Unterstützern der Kampagne zählen die Parlamentarierin Ágnes Osztolykán, die Journalisten Ilona Bayer, Soma Mamagésa und Kata Jaksity, die Schauspieler Sándor Csányi und Károly Gesztesi, der internationale Fechtchampion Ivan Kovács sowie Musiker wie Orsi Kozma und Rapper L.L. Junior.

In den nächsten Monaten werden noch weitere Personen des öffentlichen Lebens Videobotschaften ins Internet stellen, um so die Kampagne zu unterstützen. Die bisherigen Videostellungnahmen können hier abgerufen werden.