Medienberichterstattung

Auslöschung einer religiösen Minderheit?

Hochrangige Muslime, Regierungsvertreter und Parlamentarier auf der ganzen Welt haben sich der wachsenden Empörung über die ungerechte Beschlagnahmung von Grundstücken der Bahá'í in dem Landwirtschaftsdorf Ivel im Iran angeschlossen. Hier abgebildet sind, im Uhrzeigersinn von oben rechts: Der kanadische Außenminister Marc Garneau, Annika Ben David vom schwedischen Außenministerium, Jos Douma, der niederländische Sonderbeauftragte für Religions- und Glaubensfragen, Markus Grübel, Beauftragter der Bundesregierung für weltweite Religionsfreiheit, Shaykh Ibrahim Mogra aus Großbritannien und der brasilianische Parlamentsabgeordnete Frei Anastácio.

Der Deutschlandfunk aus Köln informiert in seiner Sendung „Tag für Tag. Aus Religion und Gesellschaft“ über die Situation der Bahá’í in Semnan. Semnan liegt etwa 200 Kilometer östlich von Teheran in Nordiran. Die Bahá’í von Semnan und Umgebung zählen zu der am stärksten verfolgten Gruppe in Iran, berichtet der Autor der Sendung, Frank Aheimer. Bahá’í sind physischen, psychischen und wirtschaftlichen Angriffen ausgesetzt.

Die Bahá’í-Gemeinde Deutschland erkennt in der sich im Laufe der letzten Jahre zugespitzten Situation eine Fallstudie moderner Verfolgung aus religiösen Gründen. Es kann auf eine orchestrierte Kampagne gegen die Bahá’í geschlossen werden, heißt es in einem Bericht zur Lage der Bahá’í in Semnan, den die Internationale Bahá’í-Gemeinde unlängst veröffentlichte und der nun auch in Deutsch vorliegt. Offensichtlich ist es Ziel der Behörden, die Bahá’í zu terrorisieren, um der Staatsdoktrin der Islamischen Republik, die Bahá’í-Gemeinde als lebensfähige Einheit zu eliminieren, gerecht zu werden.

Die vollständige Sendung vom 3. Januar 2013 kann hier nachgehört werden:

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