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Bahá’í dokumentieren über hundert Fälle von Straflosigkeit

Hochrangige Muslime, Regierungsvertreter und Parlamentarier auf der ganzen Welt haben sich der wachsenden Empörung über die ungerechte Beschlagnahmung von Grundstücken der Bahá'í in dem Landwirtschaftsdorf Ivel im Iran angeschlossen. Hier abgebildet sind, im Uhrzeigersinn von oben rechts: Der kanadische Außenminister Marc Garneau, Annika Ben David vom schwedischen Außenministerium, Jos Douma, der niederländische Sonderbeauftragte für Religions- und Glaubensfragen, Markus Grübel, Beauftragter der Bundesregierung für weltweite Religionsfreiheit, Shaykh Ibrahim Mogra aus Großbritannien und der brasilianische Parlamentsabgeordnete Frei Anastácio.

Violence_with_Impunity_cover_final_130220-mediumEin neuer Sonderbericht der Internationalen Bahá’í-Gemeinde wird am kommenden Mittwoch, 6. März 2013, in Genf veröffentlicht. Der 48-seitige Bericht dokumentiert die zunehmende Gewaltwelle gegen die iranische Bahá’í-Gemeinde sowie das Ausmaß der Straffreiheit, das die Täter im Iran genießen.

Während 2005 und 2012 konnte die Internationale Bahá’í-Gemeinde 52 Fälle belegen, in denen Bahá’í in Untersuchungshaft gefoltert oder in Isolationshaft gehalten wurden. 52 weitere Fälle, in denen Bahá’í – teils von Beamten und teilweise von Männern in Zivil und Unbekannten – körperlich angegriffen wurden, sind ebenso belegt wie weitere 49 Fälle von Brandstiftungen gegen Häuser und Geschäften von Bahá’í. Der Bericht dokumentiert auch 30 Fälle von Vandalismus und mindestens 42 Fälle von Friedhofsschändungen.

In keinem einzigen der Fälle wurden die Angreifer – ob Regierungsbeamte oder Männer in Zivil oder andere nicht identifizierte Personen – für ihre Verbrechen strafrechtlich verfolgt.

Ein Videotrailer in englischer Sprache informiert bereits jetzt über den Bericht:

[youtube]http://youtu.be/cGVuIh7sb4A[/youtube]