Stellungnahmen

Religionsübergreifender Appell an iranische Führung

Hochrangige Muslime, Regierungsvertreter und Parlamentarier auf der ganzen Welt haben sich der wachsenden Empörung über die ungerechte Beschlagnahmung von Grundstücken der Bahá'í in dem Landwirtschaftsdorf Ivel im Iran angeschlossen. Hier abgebildet sind, im Uhrzeigersinn von oben rechts: Der kanadische Außenminister Marc Garneau, Annika Ben David vom schwedischen Außenministerium, Jos Douma, der niederländische Sonderbeauftragte für Religions- und Glaubensfragen, Markus Grübel, Beauftragter der Bundesregierung für weltweite Religionsfreiheit, Shaykh Ibrahim Mogra aus Großbritannien und der brasilianische Parlamentsabgeordnete Frei Anastácio.

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Der Runde Tisch der Religionen in Deutschland appelliert zum iranischen Neujahrsfest in einem offenen Briefan die iranische Führung, dass Christen und Bahá’í „der ihnen durch die Menschenrechte zugesagte Schutz gewährt werde“.

„Andersdenkende und Andersgläubige sind besonders schutzbedürftig“, schreibt das religionsübergreifende Gremium hochrangiger Repräsentanten der großen Religionsgemeinschaften in Deutschland. „Wir denken insbesondere an Menschen christlichen Glaubens und an Bahá’í. Letztere sind nach jüngsten Medienberichten besonders in der Provinz Semnan Übergriffen ausgesetzt“, heißt es in dem Schreiben vom 14. März an Ayatollah Khamenei zum Nawruz-Fest 1392.

Der Brief wurde unterzeichnet von Repräsentanten aus der evangelischen, katholischen und orthodoxen Kirche sowie aus dem Buddhismus und der Bahá’í-Religion. Sie sendetendem religiöser Führer und dem gesamten iranischen Volk Glückwünsche zum Neujahrsfest. „Nawruz verkörpert eine weltweit geschätzte iranische Tradition zum Frühlingsanfang, die immer wieder mit dem Gedanken der Erneuerung in Verbindung gebracht wird.“ Vielen Menschen bleibe an Nawruz nur die Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Auch zahlreiche Bürger des Iran lebten von der Hoffnung, dass ihnen elementare Menschenrechte gewährt werden, schrieb der Runde Tisch der Religionen.

Im Wortlaut: Offener Brief an Ayatollah Khamenei