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Im Schatten des Krieges – Willkürjustiz im Jemen

Sanaa, die Hauptstadt Jemens, leidet seit Jahren unter einer Blockade. Zudem wurde am Wochenende gegen 20 Bahá‘í ein Gerichtsverfahren eröffnet. (Bild: Matt May via Flickr CC BY 2.0)

Bahá’i droht Todesurteil – Huthi-Rebellen hetzen gegen religiöse Minderheiten (Pressemitteilung der Gesellschaft für bedrohte Völker)

Nach dem überraschenden Beginn eines unfairen Gerichtsprozesses gegen 20 Bahá’i am vergangenen Wochenende im Jemen wächst die Sorge der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) um Leib und Leben der Angehörigen dieser kleinen religiösen Minderheit in dem Bürgerkriegsland. Den willkürlich im Norden des Landes Angeklagten droht das Todesurteil. Die Menschenrechtsorganisation appellierte am Mittwoch dringend an die von den Huthi-Rebellen kontrollierte Regierung in der Hauptstadt Sanaa, die Inhaftierten freizulassen sowie alle Prozesse gegen Angehörige dieser religiösen Minderheit auszusetzen. „Nach unseren Informationen haben die Inhaftierten weder die Sicherheit noch die öffentliche Ordnung gefährdet. Die Bahá’i verhalten sich im Land neutral und sind nur am Aufbau der Zivilgesellschaft interessiert“, heißt es in dem GfbV-Schreiben.

„Die willkürlichen Verhaftungen, unfaire Gerichtsprozesse und die Hetze führender Rebellen gegen Bahá’i im Norden des Jemen werfen ein schlechtes Licht auf die Politik der Huthis und schaden der in Sanaa lebenden Zivilbevölkerung, die seit Jahren unter dem Krieg und einer totalen Blockade leidet“, erklärte der GfbV-Nahostreferent Kamal Sido.

Zur vollständigen Pressemeldung der Gesellschaft für bedrohte Völker hier.